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"Hände hoch" statt "Glück auf"

Aktionen GewerkschaftsaktivistInnen und Linke protestieren vor der ÖGB-Bundesvorstandstagung, die am 6. April 2006 in Wien stattfand.

ÖGB-Chef Hundstorfer, der vor zwei Tagen vom FSG-Präsidium (mit Zustimmung der FCG) als geschäftsführender ÖGB-Präsident designiert wurde, hielt es nicht für notwendig, mit den AktivistInnen zu sprechen - im Gegensatz zu manch anderem ÖGB-Bundesvorstandsmitglied. Die anwesenden AktivistInnen forderten einmal mehr eine umfassende Demokratisierung des ÖGB und eine Urabstimmung bezüglich des vom ÖGB-Bundesvorstand beschlossenen Verkaufs der BAWAG.

Rudolf Hundstorfer wurde vom ÖGB-Bundesvorstand zum geschäftsführenden Präsidenten bis zum nächsten ordentlichen Bundeskongress im Oktober 2007 bestellt. Der vom Bundesvorstand am 29. März für den 19. Juni einberufene außerordentliche Bundeskongress wurde abgesagt.

Lediglich Karin Antlanger (Gewerkschaftlicher Linksblock) und Markus Koza (Unabhängige GewerkschafterInnen) votierten gegen diese Entscheidung. Sozialdemokratische, Christgewerkschafter und Freiheitliche stimmten geschlossen für Hundstorfer als Nachfolger des abgetretenen Präsidenten Fritz Verzetnitsch.

Karin Antlanger in der Debatte: „Wenn der Beginn der „Erneuerung“ des ÖGB so ausschaut, dass FSG und FCG im Alleingang alles bestimmen und die anderen Fraktionen und die Mitglieder davon aus den Medien erfahren und der Bundesvorstand nur mehr die Hand zur Zustimmung heben darf, dann wird der Gewerkschaftsgruß bald nicht mehr „Glück auf“ sondern „Hände hoch“ heißen“.