Auch 2006 war der Gewerkschaftliche Linksblock bei den Maidemonstrationen in Wien (siehe Bild links), Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck beteiligt. In Innsbruck sprach beim Halt der Bündnisdemo vor der Tiroler ÖGB-Zentrale der Stellvertretende Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB), Josef Stingl: Er prangerte „die schwarzblauorange, brüsselhörige Regierung“ an, dass sie dem neoliberalen Mainstream folgend, alle sozialen Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung auf „dem Misthaufen der EU“ deponieren zu wolle. Er verlangte unter anderem den sofortigen Stopp des Sozial- und Bildungsabbaus, den Stopp des Privatisierungswahns, eine radikale Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnverluste, sozialen Wohnbau mit leistbaren Mieten und Betriebskosten und gleiche Rechte für alle in Österreich lebenden Menschen.

Zusätzlich kritisierte Stingl, dass der heurige 1. Mai getrübt sei, durch eine Gewerkschaft am Gängelband der SPÖ und der Enttäuschung und dem Zorn gegenüber den Machern in SPÖ und ÖGB, die das Desaster bei der BAWAG zu verantworten haben. Stingl zum ÖGB: „Wir verlangen die Neuorientierung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes in Richtung mehr Demokratie, mehr Mitbestimmung der Mitglieder, mit transparenten Entscheidungsfindungen und dem Kampf für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung.“

Bei der Maikundgebung der KPÖ in Graz kritisierte GLB-Arbeiterkammerrat Peter Scherz (siehe Bild rechts) die Finanzspekulationen des ÖGB.