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GLB lehnt Sonntags-Öffnung entschieden zurück

News Strikt zurückgewiesen wird von der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) der Vorstoß von Passage-Chef Werner Prödl im Jahr der Kulturhauptstadt 2009 in Linz die Sonntagsöffnung im Handel zu ermöglichen: „Das ist einmal mehr ein windiger Versuch, das konsumieren – und damit natürlich auch das arbeiten – rund um die Uhr salonfähig zu machen“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Die dabei vorgebrachten Argumente von an Sonntagen verödeten Innenstadtstraßen, tabulosen Diskussionen, Ausnahmeregelungen bis zur Beteuerung eine allgemeine Sonntagsöffnung sei ohnehin nicht wünschenswert machen deutlich, wie durch eine permanente Debatte über dieses Thema die Öffentlichkeit für die Interessen der großen Einkaufszentren und der Handelskonzerne breit geklopft werden soll.

Wie auch Wirtschaftskammer-Umfragen immer wieder bestätigen, hat der Großteil der Handelsunternehmen keinerlei Interesse an einer Sonntagsöffnung, weil sich diese kostenmäßig nicht rentiert und zu Lasten der Freizeit und Familie geht. Umso unverständlicher ist es daher, wenn sich die Linzer Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider (ÖVP) offen für die Wünsche der Konzerne zeigt.

Der GLB unterstützt die seit Jahren in Oberösterreich bestehende „Allianz für den Sonntag“, welcher Kirche, ÖGB und andere Organisationen angehören: „Es gibt keinerlei Notwendigkeit für eine Sonntagsöffnung im Handel, die bestehenden Öffnungszeiten sind voll ausreichend. Bei stagnierender oder gar sinkender Kaufkraft können die Menschen ohnehin nicht mehr einkaufen. Eine Sonntagsöffnung würde nur den großen Handelsunternehmen nutzen und damit die Nahversorgung weiter ausdünnen“, so Antlanger abschließend.