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Die Post(liberalisierung) bringt allen was...

News ...der breiten Masse, geringeres Kundenservice und steigende Armut, den AktionärInnen hohe Dividenden

"Die Post-Liberalisierung bringt jedem was, denn wir wollen dafür sorgen, dass eine flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen langfristig an allen Orten gesichert ist", so der Regionalsprecher der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament, Dr. Richard Seeber heute großspurig in einer Presseaussendung. "Glaubt er da selbst? Nein, diese Aussagen dienen nur zur Beruhigung der Bevölkerung", erklärt Josef Stingl, stv. Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB).

Postliberalisierungs-Horrormeldungen aus Deutschland ließen bei ihm die Alarmglocken läuten. Die geplante Liberalisierung des Briefmarkts und daraus resultierende Marktanteilsverluste, könnten bei der Deutschen Post zum Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen führen meint beispielsweise der Vorstandschef der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel.. Genaue Prognosen seien aber schwierig.

"Die Postliberalisierung bringt allen was! Stimmt", so Stingl, "im braven, vorauseilenden Gehorsam schon jetzt den KundInnen hunderte Postämter geschlossene Postämter und nur mehr halbsoviele Postaufgabekästen als vor einem Jahr und damit längere Wege mit höheren Portokosten, für die PostlerInnen einen massiven Personalabbau, Teilzeitarbeitsplätze und die Unterwanderung des Gehaltsniveaus und damit ein Abrutschen in die Armut und für die AktionärInnen saftige Dividenden und damit fettere Profitkonten.

Ein Ende sei noch nicht in Sicht, mit der Liberalisierung der Briefpost werden sich diese Tendenzen noch verschärfen die Abwärtsspirale bei Gehälter, Arbeitsplätzen und Postämter wird weiter gehen. Für die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB Argumente genug für eine klare Absage an die Liberalisierung der Post, wie sie von der EU verordnet und in Österreich unterwürfig vollzogen wird.