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Protest gegen Bushido-Tournee

News Vom 12. bis 15. Juni (Innsbruck, Graz und Wien ) tourt wieder Bushido durch Österrreich. "Wieder einmal werden unbehelligt, Gewaltverherrlichende, diskriminierende, sexistische und frauenfeindliche Raps live an die Jugend gebracht", so Josef Stingl, Sprecher des Gewerkschaftlichen Linksblock Tirols (GLB). "Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund. Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst" aus dem Song Gangbang ist nur ein Beispiel dafür. Nicht verwunderlich, die deutsche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften schätzt einzelne Bushido-Songs als jugendgefährdend ein. Dazu rechtfertigt sich Bushido immer wieder, dass er die Schimpfworte "Schwuchtel, "Schlampe" oder "Nutte" nicht pauschal zur Herabsetzung bestimmter Bevölkerungsgruppen gebrauche. Für ihn seien diese Begriffe nur der Slang des Milieus, in der er sich bewege.

"Selbst wenn es so wäre", so Stingl, wäre dies abzulehnen, denn diese Beschimpfungsorgien werden um keinen Deut besser nur weil sie allzu oft unbedarft in den Mund genommen werden. Abgesehen davon müsste Bushido wissen, dass er - der im Rampenlicht steht - bei der Jugend Vorbildwirkung hat."

Im Übrigen beweist Bushidos u.a. Ansage zu Paris Hilton ("einfach so'n dummes Stück Fleisch", das er gerne einmal für den Geschlechtsakt hätte "erniedrigen und dann tschüss"), das es nicht um Umgangssprache, sondern um seine Geisteshaltung geht. Stingl fordert die Bushido-Konzerte in Österreich zu verbieten.