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Magna will Lohnkürzung für Arbeiter über 60

News „Wenn ältere Arbeiter zu Figuren wie auf einem Basar degradiert werden, dann sind wir mit dem Sozialabbau schon sehr weit gekommen“. Das sagte der Grazer Steyr-Magna-Betriebsrat Peter Scherz (GewerkschaftlicherLinksblock). Er nahm damit zu Meldungen Stellung, dass Magna-Steyr eine Lohnkürzung von 10 Prozent für über 60-Jährige vorhabe. Peter Scherz: „Die Rechnung der Konzernleitung stimmt nicht. Man lässt außer acht, dass die Arbeiter in unserem Werk in ihrem Berufsleben ständige Leistungssteigerungen hinnehmen mussten und Erhöhungen der Produktivität erreicht haben, die ihnen nicht in vollem abgegolten worden sind. Jetzt, am Ende ihres Berufslebens, behandelt man sie nicht wie Menschen, sondern wie Kostenstellen. Sie kommen von zwei Seiten unter Druck. Der Staat hebt das Pensionsalter an, die Firma drückt auf die Löhne. Sie sollen anscheinend noch Beifall dafür klatschen, dass sie mit ihrer Arbeitskraft weiter an den Gewinnen beitragen dürfen. Das lehnen wir ab.“

Der GLB-Betriebsrat wies darauf hin, dass der Konzern beim von ihm vorgeschlagenen Modell alle Kosten auf den Staat und auf die Arbeiter abwälzen will. Er unterstützte die Kritik der AK und betonte, dass es viel sinnvoller wäre, die Arbeitszeit zu verkürzen und die Möglichkeiten zu erleichtern, damit die Arbeiter früher in Pension gehen können.