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GLB warnt vor schleichender Einführung der Sonntagsöffnung im Handel

News "Verkehrte Welten", erkennt Josef Stingl, Sprecher des Gewerkschaftlicher Linksblock Tirol (GLB) bei der Sonntagsöffnungsdebatte anläßlich der Fußball-EM. Das heilige Land Tirol könnte als einzige EURO-Region Österreichs die Geschäfte am Sonntag nicht aufsperren. Der schwarze Wirtschaftlandesrat Hannes Bodner spricht sich gegen die Sonntagsöffnung aus und will sie bei restriktiv handhaben. "Verkehrte Welten", erkennt Stingl auch in der Haltung des obersten Tiroler Handelsgewerkschafter und Vize-AK-Präsidenten Otto Leist. Obwohl sich die Mehrheit der Handelsangestellten gegen eine Sonntagsöffnung ausspricht, spricht für ihn nichts dagegen wenn die Rahmenbedingungen für die Angestellten passen.

"Normale Welten" herrschen laut Stingl bei Tirols HändlerInnen.Für sie mache es einfach Sinn, offene Geschäfte zu haben wenn viele Besucher wegen der EM nach Tirol kommen meinen ihre Interessensvertreter Peter Wartusch (Obmann der Sparte Handel in der Tiroler Wirtschaftskammer) und Markus Renk (Obmann der Innsbrucker Innenstadt Kaufleute).

Der Linksgewerkschafter Stingl warnt davor die "Büchse der Pandora" der Sonntagsöffnung für die Fußball-EM aufzureißen. Nach diesem Event folgen andere - größere und kleinere -, an denen Sonntags geöffnet wird.
"Schleichend bewegen wir uns dadurch Schritt für Schritt zur Rund um die Uhr-Öffnung im Handel."

"Profitieren davon werden die großen Einkaufszentren und Handelsketten. Noch mehr kleinere Geschäfte werden mit ihrer Existenz kämpfen. Den Handelsangestellten wird damit ein geregeltes Familien- und Privatleben damit unmöglich gemacht und die Bevölkerung wird mit noch einer schlechteren Nahversorgung zu kämpfen haben. Der GLB lehnt her die Sonntagsöffnung im Handel vor, während und nach der EM entschieden ab", erklärt Stingl abschließend.