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Globale Sozialpartnerschaft

Meinung ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer ist ein durchaus humoriger Mensch. Unter dem Punkt „Allfälliges“ teilte er den Mitgliedern des ÖGB-Bundesvorstandes bei der Sitzung am 7. März 2008 vorbeugend – damit diese es nicht aus den Medien erfahren müssten - mit, dass er demnächst nach New York reisen werde, um dort bei der UNO gemeinsam mit WKÖ-Chef Christoph Leitl ein Abkommen über eine globale Sozialpartnerschaft zu unterzeichnen. Die Reaktion auf diese Mitteilung war ein lautstarkes fraktionsübergreifendes Gähnen, soweit zum Vertrauen der GewerkschafterInnen in diese politische Leiche. Nach der von Benya erfundenen österreichischen und der von Verzetnitsch zur europäischen weiterentwickelten nun also auch eine globale Sozialpartnerschaft – das ist doch was. Sollte es in absehbarer Zeit gelingen mit ExtraterrestrierInnen Kontakt aufzunehmen, steht einer Erweiterung zur kosmischen Sozialpartnerschaft wohl auch nichts im Wege.

Ausgeschnapst wurde die gloriose Idee einer solchen globalen Sozialpartnerschaft von Leitl, und zwar ausgerechnet beim Opernball. Schließlich ist dieses Ereignis für die oberen fünftausend und solche die sich dafür halten zum Umschlagplatz für Geschäfte aller Art geworden. Sogar die Wirtschaftsredaktion des ORF hat schließlich schon eine eigene Außenstelle zur Berichterstattung dort eingerichtet. Hundstorfer dementierte heftig, bei Leitls einschlägigen Verhandlungen zugegen gewesen zu sein, so gut ist der Ruf des Opernballs schließlich auch wieder nicht.