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Alle Jahre wieder ...

Tirol ... kommt die KV-Erhöhung gschwind
auf die Erde nieder,
wo die Handelangestellten sind.
Sie bringt uns weder Geld noch Segen
den wie jedes Jahr Teuerung und Steuer
höher sind als der Erhöhungsregen „Literaturpreis erwarte ich mir für die Persiflage des Weihnachtsliedes keinen, der Text vermittelt aber, was von dem KV-Abschluss der Handelsangestellten zu halten ist“, meint Josef Stingl, Spitzenkandidat des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) bei der Tiroler AK-Wahl im nächsten Jahr.

Gehälter bis zu 1400 Euro plus 3,7 Prozent, darüber plus 3,6 Prozent und die Anhebung des amtlichen Kilometergeldes sei nahe der Inflationsrate so Alois Wichtl, Chefverhandler der Arbeitgeberseite. „Damit gibt selbst der UnternehmerInnenvertreter zu, dass unter der Inflation abgeschlossen wurde. Die Handelsangestellten, ohnehin in einer Niedriglohnbranche beschäftigt, werden so im nächsten, übernächsten und... Jahr noch weniger Geld fürs Leben zur Verfügung haben“, so der ehemalige Handelsangestellte und Linksgewerkschafter.

Richtigerweise verwies vor der lezten Verhandlungsrunde der Tiroler AK-Vize Präsident Otto Leist (FSG) auf die guten wirtschaftlichen Ergebnisse im abgelaufenen Jahr, die auf die hervorragende Arbeitsleistung der Beschäftigten zurück zu führen wären und kritisierte die ArbeitgeberInnen die nicht bereit seien, den Großteil Teilzeitbeschäftigten eine ordentliche Erhöhung zu geben.

„Die Beschäftigten im Handel benötigen eine reale Erhöhung der Bezüge. Ansonsten verarmen sie“, so der Tiroler FSG-Gewerkschafter und -Lohnverhandler. „Und jetzt, nach dem Minus-Abschluss“, so der GLBler Stingl, zeige sich Leists Fraktionskollege und Gewerkschafts-Chefverhandler Felix Hinterwirth zufrieden: „Durch den Abschluss werden insbesondere Bezieher niedrigerer Einkommen bevorzugt, die jeden zusätzlichen Euro gut brauchen können.“

„Interessant wäre, ob Otto Leist den Abschluss zugestimmt hat. Die KollegInnen jedenfalls, die durch ihre aufgezwungene Teilzeitarbeit und der wahnsinnigen Teuerungsraten im kommenden Jahr noch weniger Geld fürs Überleben haben, werden es ihren GewerkschaftsvertreterInnen sicherlich danken. Auch im nächsten Jahr befürchte ich eine rückläufige Mitgliederentwicklung im ÖGB“, erklärt Stingl abschließend.