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Große Kohle mit kleinem Glücksspiel?

Tirol „Auch bei Finanzkrisen gibt`s Gewinner – einer davon das niederösterreichische Glücksspielunternehmen Novomatic AG, das einen 25-prozentigen Umsatz. und 60-prozentigen Gewinnanstieg auf ihrer Homepage ausweist1)“, erklärt Josef Stingl, Tiroler AK-Wahl-Spitzenkandidat des Gewerkschaftlichen Linksblock Tirol (GLB). „Nur, diese Geräte bringen gerade sozial Schwachen, die auf dem sagenumworbenen goldenen Strohhalm setzen, um ihr bescheidenes Existenzkapital mit Spielglück etwas erhöhen zu können, meist nur, dass die Glücksspielelektronik ihnen die letzten Euros aus der Tasche zieht." Im Gegensatz zu anderen Bundesländern ist in Tirol das kleine Glücksspiel verboten. Positiv für den GLB-Spitzenkandidaten, verurteilungswert fände er aber, dass auch in Tirol in einigen Gasthäusern, Bars und Spelunken diese „computergesteuerten Glücksbringer“ unübersehbar, illegal zu finden seien. „Sind unsere behördlichen Aufsichtsorgane auf dem verbotenen Glücksspielauge einfach nur blind, oder steckt da System dahinter?“

„Besonders schlimm ist, dass jetzt das kleine Glücksspielverbot auch ganz offiziell von der Bildfläche verschwinden soll. Der Bund plant diese Geräte bundesweit zu legalisieren und aus dem Unglück der oft verzweifelten GlücksritterInnen noch Steuerprofit zu ziehen“, meint Josef Stingl. Er unterstützt jede Initiative gegen die Legalisierung des kleinen Glücksspiels – so natürlich auch jene des Landesverfassungsdienstes, die sich dagegen wehrt, dass den Ländern jede Handhabe zur Eindämmung der steigenden Spielsucht genommen wird, die steirische KPÖ-Initiative „Keine Geschäfte mit der Spielsucht2)“.

Der Linksgewerkschafter unterstützt natürlich auch die jahrelange Initiative der Tiroler SPÖ um GR Helmut Buchacher und LAbg. Ernst Pechlaner gegen die illegalen Glücksspielautomaten in Tirol3). Offen bleibe dabei aber die Frage, ob nicht die Bundes-SPÖ die Aktivitäten ihrer Tiroler GenossInnen untergrabe. "Als Teil der Bundesregierung ist die SP natürlich für Bundes-Legalisierungspläne mitverantwortlich. Da ihr Ex-Innenminister und jetzige Purkersdorfer Bürgermeister Karl Schlögl im Aufsichtsrat der Novamatic AG sitzt4), ist sogar anzunehmen, dass sie die treibende Kraft in der Bundesregierung ist", so Josef Stingl abschließend.

Quellen:
1) http://www.novomatic.at/de/corporate_information/investor_relations/novomatic_ag_group
2) http://spielsucht.kpoe-steiermark.at/
3) http://tirol.kpoe.at/news/article.php/20080125152016386
4) http://www.novomatic.at/de/corporate_information/corporate_profile/management