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Arbeitslosigkeitswelle in Krems!

NÖ Die Bosse kassieren, die Kleinen werden gefeuert: Krems ist die größte Industriestadt im Herzen Niederösterreichs. Jetzt wird es aber für die Arbeitsplätze eng. Laut AMS rechnet man mit einer Rekordzahl von 3100 Arbeitslosen! Bei Firma Penn und Firma Fischer, wo ebenfalls viele Kremser arbeiten, sind die Zeiten schlecht.

In Krems selbst kommen nach Eybl Krems mit Insolvenz und bis jetzt 250 Kündigungen auch aus der Voestalpine Krems schlechte Meldungen. Bei Eybl International gibt es trotz der jahrelangen Jubelmeldungen wenig Chancen auf eine Übernahme und Weiterführung. Besonders da der so groß angekündigte Interessent, der slowenische Prevent-Konzern, laut Presseberichten selbst in Schwierigkeiten steckt und dessen Vorstandsboss Meh zurückgetreten ist. Bei der Voestalpine Krems versuchen der Kremser und Linzer Vorstand alles als harmloser zu präsentieren als es in Wirklichkeit ist. Mit den jetzt bekannt gegeben 65 Kündigungen ist es bei weitem nicht getan: Waren noch vor wenigen Monaten über 800 Personen im Werk Krems beschäftigt, soll der Belegschaftsstand auf unter 500 gesenkt werden! Bis Dezember schon mussten 120 Leiharbeiter „gehen“ - einige von ihnen waren schon viele Jahre im Betrieb, und mit weiteren ca. 120 älteren Mitarbeitern versucht man zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Für diese verdienten Mitarbeiter bedeutet dies eine mehrmonatige Arbeitslosigkeit mit finanziellen Verlusten - knapp vor dem Pensionsantritt.

Als der Vorstand der Belegschaft die Maßnahmen bekannt gab, hatten viele eine ungeheure Wut im Bauch. Hatten sich doch vor Kurzem die 6 Voest-Vorstände 5,9 Millionen Euro Extrazahlungen genehmigen lassen. Die Angst vor der Kündigung hat aber jeden Protest gegen dieses Missverhältnis zunichte gemacht.

Verärgert ist die Belegschaft auch, weil von Seiten der Betriebsräte, insbesondere von den Sozialistischen Gewerkschaftern, kein Protest gekommen ist. Man musste die Zähne zusammen beißen und die Empörung hinunter schlucken. Die älteren Dienstnehmer haben sich an die frühren GLB-Betriebsräte wie Frühwirth, Schön, Moser oder Czerny erinnert, die einst das Werk durch ihren beherzten Kampf und Großdemonstration vor dem Bundeskanzleramt vor der Schließung gerettet haben.

Gerade in Zeiten wie diesen ist eine konsequente Arbeitnehmervertretung statt Sozialpartnerpackelei gefragt. Anfang Mai haben aber alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Gelegenheit, mit ihrer Stimme für den Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) bei den Arbeiterkammerwahlen die richtigen Konsequenzen zu ziehen!