GLB
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB)

Mangel an Personal und Plätzen

GdG-KMSfB Von Vera Modjawer

In den letzten Monaten war der Kindergarten sehr oft in aller Munde. Zum Beispiel soll das letzte Jahr vor der Schule zur Pflicht werden - und das schon im September 2010.

Ob dies gut oder falsch ist kann ich nicht feststellen, da muß sicher noch viel Erfahrung gesammelt werden. Doch die Art wie dies abgelaufen ist, ist für die heutige Art zu handeln symptomatisch. Der Herr Bürgermeister Dr. Häupl hat bald Wahlen und will sie gewinnen, also zaubert er etwas aus dem Hut.

Es gab schon im alten Arbeitsjahr große Schwierigkeiten in der Personalfrage. Es gibt viel zu wenig PädagogInnen um die wertvolle pädagogische Arbeit auch flächendeckend zu garantieren. Alle haben ihr bestes gegeben um allen Anforderungen gerecht zu werden.

Kommenden Herbst müssen mehr Gruppen eröffnet werden und natürlich braucht das mehr Personal. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erfüllt werden kann. Obwohl es eine Gehaltsreform gab, durch welche die ersten Gehaltsstufen sehr angehoben wurden, die Vorbereitungsstunden erhöht und noch etwas mehr verbessert wurde sehe ich noch nicht die Massen in den Beruf strömen. Hier muß ich wohl noch anmerken, dass die zusätzlichen Vorbereitungsstunden ausbezahlt werden, denn es gibt nicht genug KollegInnen.

Als weiteren Kritikpunkt will ich anmerken, dass sehr offensichtlich trotz Gruppenneueröffnungen nicht genügend Plätze vorhanden sein werden und dies auf dem Rücken der dreijährigen ausgetragen werden wird. Das bedeutet, dass einige Eltern Alternativen erfinden müssen um arbeiten gehen zu können.

Das Bildungssystem wird nicht mehr lange so weiterbestehen können und an Qualität verlieren. Was das für die Zukunft bedeutet mag ich mir nicht ausmalen.

Vera Modjawer ist Kindergartenleiterin in der KTH Mittelgasse der MA 10A in Wien

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