Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

GLB: ÖGB-Wecken am Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbund

Tirol Verwunderte Blicke folgten heute früh dem Treiben vor der Tiroler ÖGB-Zentrale. Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) platzierte sich ab 7 Uhr früh mit zahlreichen Weckern vorm ÖGB-Eingang.

„Wussten Sie, dass heute der internationale‘ Aktionstag gegen Sparmaßnahmen‘ des Europäischen Gewerkschaftsbundes ist? Wussten Sie, dass deshalb in Spanien gestreikt und in zahlreichen Ländern Europas demonstriert wird? Nicht, dann ist das kein Wunder, denn die Medien haben den Aktionstag verschwiegen, der ÖGB den Aktionstag ‚verschlafen‘ . Wecken wir den ÖGB endlich auf! “, tönte es aus dem Megaphon der GLB-AktivistInnen. Überraschend war dann doch, dass selbst manch vorbeieilendeR ÖGB-Angestellte von dieser Botschaft erstmals hörte. Breite Zustimmung gab es allerdings zur Aussage, „nicht wir ArbeitnehmerInnen sind für die Krisen-Budgetdefizite verantwortlich, die Rechnung muss daher von den Reichen, den Banken, also den Krisenverursachern und nicht von uns ArbeitnehmerInnen bezahlt werden.“

Außerdem zeigte die GLB-Aktion sehr deutlich, dass auch in Österreich Wut und Empörung über die, schon jetzt immer wieder durch die Medien geisternden exorbitanten Budgetpläne dieser Regierung steigen.

„Die scheinbar staatstragende, richtigerweise eigentlich regierungshörige Verhaltensweise der ÖGB-Führungsriege wird zu noch mehr Misstrauen der Bevölkerung zur Gewerkschaft führen. Viele dieser Frustrierten werden auf diese Weise anfällig für die nationalistischen Parolen eines Strache und seiner nicht unbedingt als konstruktiv zu bezeichnenden Gefolgschaft. Den permanent stattfindenden Rechtsruck (u.a. in Form von stark steigenden FPÖ-Wahlergebnissen; wachsender, irrationaler Fremdenfeindlichkeit; zunehmender Entsolidarisierung der Gesellschaft etc.) hat die Gewerkschaftsführung daher mitzutragen und mit zu verantworten“ kritisierte heute anlässlich des EGB-Aktionstages der Tiroler GLB-Sprecher Josef Stingl, „seine“ Gewerkschaftsführung.