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GLB-Salzburg fordert AK-Initiative zur Arbeitszeitverkürzung

Salzburg Der GLB Salzburg sammelt zurzeit Unterschriften, um damit einen entsprechenden Antrag an die Vollversammlung der Salzburger Arbeiterkammer einzubringen. Am 1. und 2. Oktober 2010 fanden dazu Informationsstände in der Stadt Salzburg statt.

Der GLB Salzburg will damit die Initiative ergreifen, weil seitens der Salzburger Arbeiterkammer und seitens des Salzburger ÖGB beharrlich nichts geschieht. ÖGB und AK-Präsident Siegfried Pichler lässt zwar groß dieser Tage „65 Jahre ÖGB“ feiern, doch scheut er davor zurück, die Umsetzung des mittlerweile mehr als 20 Jahre alten Beschlusses des Gewerkschaft nach Einführung einer generellen 35 Stunden Woche einzufordern. Mit 42,9 Stunden realer durchschnittlicher Wochenarbeitszeit ist Österreich Europameister bei der längsten Arbeitszeit. 314 Millionen Überstunden müssen jährlich geleistet werden und gleichzeitig finden derzeit mehr als 220.000 Menschen keine Arbeit

34 Jahre sind seit der letzten gesetzlichen Reduzierung der Arbeitszeit auf 40 Stunden vergangen, in diesen Jahren ist die Produktivität massiv gestiegen. Die ArbeiterInnen und Angestellten haben davon jedoch nicht profitiert – schon seit Jahren gibt es keinen Reallohnzuwachs mehr. Profitiert haben bisher lediglich Unternehmer und Aktionäre.

Arbeitszeitverkürzung gibt es inzwischen in Form von Teilzeit, geringfügiger Beschäftigung etc. – allerdings ohne jeglichen Lohnausgleich. In jenen Branchen, die über ihren Kollektivvertrag die Arbeitszeit geringfügig reduziert haben, wurde dies durch weitreichende Flexibilisierungen von den Beschäftigten teuer erkauft.

Gerade jetzt ist daher die sofortige Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ohne weitere Flexibilisierungen notwendiger denn je. Im GLB-Antrag an die Arbeiterkammer wird daher gefordert:

„Die Vollversammlung der Salzburger Arbeiterkammer fordert die sofortige Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, jede darüber hinausgehende Stunde muss zuschlagspflichtig sein. Die Arbeiterkammer wird sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, darunter auch jenem der Gesetzesinitiative, dafür einsetzen.“