Da der im Vorjahr für ein Jahr abgeschlossene Gehaltsabschluss mit 30. Juni endet stehen Gehalts- bzw. Lohnverhandlungen für die MitarbeiterInnen bei den ÖBB an. Nach den aktuellen Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstitutes wird sich das Wirtschaftswachstum in Österreich 2011 bei 2,4 Prozent einpendeln. Demgegenüber steht eine zu erwartenden Teuerungsrate um die 2,9 Prozent. Schuld an der hohen Teuerungsrate sind vor allem die enorm gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise. Dies trifft nicht nur besonders hart die Haushalte mit niedrigem Familieneinkommen sondern im Energiebereich zahlreiche EisenbahnerInnen welche täglich das Auto benützen müssen um zeitgerecht ihren Dienst antreten zu können.

Einer Argumentation den Gehaltsabschluss unter Berücksichtigung der finanziellen Situation des Konzerns eher bescheiden angehen zu lassen kann nicht zugestimmt werden da die Verträge des schuld tragenden Managements bei diesem Gehaltsabschluss nicht mitverhandelt werden.

Der GLB in der vida fordert einen Gehaltsabschluss von zumindest 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Als Mindesterhöhung soll für kleine Einkommen 5,5 Prozent der Ansätze des durchschnittlichen Einkommens der Eisenbahner hergenommen werden. Zudem sollten jene KollegInnen welche bei den letzten Gehaltsverhandlungen aufgrund der Höhe ihres Einkommens von einer Gehaltserhöhung ausgespart blieben zumindest die Mindesterhöhung erhalten.

Infos: www.GLBvida.at