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GLB weist Lugner-Attacken gegen Gewerkschaft zurück

News Die Bestrebungen des Einkaufszentrum-Besitzers Richard Lugner für eine Sonntags-Öffnung haben überhaupt nichts mit angeblichen Grundrechten zu tun, sondern sind schlicht dem schnöden Mammon geschuldet, stellt Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) fest. Der für seine unappetitlichen Medien-Auftritte bekannte Lugner will mit der Brechstange die Öffnung in seiner „Luger-City“ in Wien an „besonders nachfrageintensiven Sonntagen“ durchdrücken und bemitleidet sich selbst als „Staatsbürger zweiter Klasse“ weil ihm das nicht genehmigt wird. Weil sich bei einer Gewerkschaftsumfrage 94 Prozent der Angestellten gegen Sonntagsarbeit aussprachen übte sich jetzt in Frontalattacken gegen die Gewerkschaft.

Hinter Lugners angeblichem „Grundrecht“ steckt die gezielte Bestrebung bestimmter Kapitalgruppen mit entsprechender medialer Unterstützung durch Einkauf rund um die Uhr den Unterschied zwischen Arbeitszeit und Freizeit aufzuheben und durchsichtig eigennützig Freizeit zudem am besten als „Shopping“ zu definieren. Durch das immer stärkere Auseinanderklaffen der Arbeitszeiten und die wachsende Prekarisierung würde damit der noch vorhandene Rest die Freizeit gemeinsam mit der Familie oder Freunden zu verbringen noch weiter verringert.

„Bei der Ablehnung von Sonntagsarbeit in Branchen, in welchen es dafür keine zwingende Notwendigkeit gibt, geht es nicht um religiöse Motive, sondern darum die historisch erkämpfte Wochenendfreizeit als kulturelle Errungenschaft und wesentlichen Teil der Lebensqualität zu erhalten“, so Stingl.

Der GLB unterstützt die Position der seit Jahren in Oberösterreich bestehenden „Allianz für den freien Sonntag“, welcher Kirche, ÖGB und andere Organisationen angehören. Wie auch Wirtschaftskammer-Umfragen immer wieder bestätigen, hat der Großteil der Handelsunternehmen keinerlei Interesse an einer Sonntagsöffnung, weil sich diese kostenmäßig nicht rentiert und zu Lasten der Freizeit und Familie geht.

„Es gibt keinerlei Notwendigkeit für eine Sonntagsöffnung im Handel. Die bestehenden Öffnungszeiten sind voll ausreichend. Bei stagnierender oder gar sinkender Kaufkraft können die Menschen ohnehin nicht mehr einkaufen. Eine Sonntagsöffnung geht auf Kosten der Lebensqualität der betroffenen Beschäftigten und ihrer Familien. Sie würde außerdem nur den großen Handelsunternehmen nutzen und damit die Nahversorgung weiter ausdünnen“, so Stingl abschließend.