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GLB entsetzt von FP-Forderung nach Arbeitshäusern

Tirol „Arbeitshäuser […] sind Anstalten, wohin Träge und Arbeitsscheue [...] gebracht werden und wo man sie zur Arbeit zwingt. [...] Man nennt diese Anstalten Zwangs- Arbeits- und Besserungshäuser“ steht u.a. auf Seite 113 des Buches „Das Armenwesen nach allen seinen Richtungen als Staatsanstalt und als Privatwerk. Von einem deutschen Staatsbeamten. Weimar: Voigt. Entsetzt zeigt sich daher der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB), Josef Stingl, zur in der heutigen „Tiroler Kronenzeitung“ nachlesbaren „Gerald-Hauser-Ankündigung“ im Oktober-Landtag den Antrag auf Bau von „Arbeitshäusern“, also Arbeitslagern für straffällige und auch für sich nicht identifizierend könnende AsylwerberInnen zu stellen. „Hauser schließt damit das durch Königshofers Ausschluss entstandene 'Rechtsaußen-Loch' in Tirols FPÖ“, so Stingl.

Er erinnert auch daran, dass die Geschichte des 20. Jahrhunderts sehr deutlich bewiesen hat, wie kurz der Weg von Arbeitslagern zu sogenannte Konzentrations(Vernichtungs)lager ist. „Zynischerweise haben die Faschisten die Eingänge noch mit dem Spruch 'Arbeit macht frei' versehen. Wird das Hausers neuester Wahlkampf-Plakatslogan in seinem nationalistischen 'Heimatscheiss-Autritt'? fragt Stingl abschließend.