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GLB fordert Rücknahme der Nulllohnrunde

Steiermark In einem Offenen Brief an Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer fordert jetzt der GLB-Steiermark die Rücknahme der Nulllohnrunde für Landes- und Gemeindebedienstete in der Steiermark und kritisiert diese Reallohnkürzung für die betroffenen Bediensteten. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,
sehr geehrter Herr Landeshauptmann-Stellvertreter,
der Gewerkschaftliche Linksblock Steiermark im ÖGB (GLB) unterstützt nach wie vor die Forderungen der Gemeindebediensteten um eine Abgeltung der Inflationsrate. Die tatsächliche Inflationsrate - berechnet aus dem Warenkorb des wöchentlichen Bedarfs - liegt bei 6,9 Prozent. Daher ist eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent legitim und notwendig.

Eine Nulllohnrunde können wir uns nur bei Spitzenverdienern in Land und Gemeinden vorstellen, wenn das Jahreseinkommen mehr als 60.000 Euro beträgt. Bei allen anderen Beschäftigten tritt der GLB für eine Abgeltung der Inflation ein, um die Kaufkraft zu erhalten.

Die vielen wertvollen Bediensteten der Städte und Gemeinden leisten tagein tagaus sehr gute Arbeit und stehen daher im Interesse der Bevölkerung.

Schließlich sind gerade die Bediensteten das, was unsere lebenswerte Städte und Gemeinde eigentlich ausmachen. Wenn es für die Bediensteten der Städte und Gemeinden zu einer Nulllohnrunde kommt, dann wird das Gefühl vermittelt, dass der Wert der Bediensteten auf einen Schlag nicht mehr anerkannt wird. Eine Nulllohnrunde heißt für die vielen Bediensteten neben dem sozialen Nachteil, dass nicht einmal die jährliche Inflationsrate abgedeckt wird, sodass es zu einem Minusgehaltsabschluss kommt.

Laut einer Berechnung des ÖGB bedeutet eine Nullrunde bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 2.200 Euro in zehn Jahren den Verlust von 6.745 Euro. Reallohnkürzungen und Belastungen sind der falsche Weg zur Krisenbewältigung.

Der nächste Anschlag auf die Bediensteten ist die geplante Zusammenlegung von Gemeinden. Durch weniger Personal meint man, verlorene finanzielle Ressourcen auf Kosten der Bediensteten herein spielen zu können. Für den GLB ist es offensichtlich, dass die Folgen von niedrigeren Löhnen, weniger Personal und erhöhten Leistungsanforderungen bei gleichzeitiger Verstärkung der Ungleichheiten auf dem Rücken der Bediensteten ausgetragen werden wird. Davon sind vor allem dann auch die Frauen mit ihren Familien besonders betroffen.

Glück auf!
Peter Scherz, Arbeiterkammerrat
Kurt Luttenberger, Arbeiterkammerrat