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GLB: Umverteilung wird immer dringlicher

News Als Argument für die sofortige Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von zehn Euro pro Stunde sieht die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Warnung der Armutskonferenz vor sinkender Integrationskraft von Erwerbsarbeit. Ebenso aber auch die Feststellung des Arbeitsklimaindex der oö Arbeiterkammer, wonach 60 Prozent der Lohnabhängigen mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen. Laut Armutskonferenz leben schon jetzt 200.000 Personen in Haushalten, in denen der Verdienst trotz Erwerbsarbeit nicht reicht, um die eigene Existenz der Familie zu sichern. Wie Ergebnisse aus Deutschland beweisen, gibt es für mehr als 70 Prozent der Billigjobber keinen Aufstieg in höhere Lohnsegmente. Damit wird die Behauptung, Niedriglohn sei ein Sprungbrett in höhere Einkommensschichten, widerlegt.

Anlässlich des „Tages der Arbeitslosen“ am 30. April sowie des „Tages der Arbeit“ am 1. Mai betont GLB-Bundesvorsitzender Josef Stingl einmal mehr die Dringlichkeit einer wirksamen Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums: „Es kann nicht länger akzeptiert werden, dass die Unternehmen mit Lohn- und Sozialdumping Extraprofite erzielen und diese am Finanzmarkt verzocken. Es geht nicht, dass Banken und Konzerne sowie die Besitzer von Millionenvermögen durch eine falsche Politik ihre Steuerleistung gegen Null reduzieren und dann als Draufgabe noch an einer wachsenden Staatsverschuldung profitieren“, so Stingl.

Der GLB hat mit seiner Aktion „Sozial steuern. Löhne entlasten. Reichtum besteuern“ auf die Schieflage aufmerksam gemacht, welche jeder sozialen Gerechtigkeit spottet. Daher unterstützt der GLB auch das Volksbegehren "Steuergerechtigkeit-Jetzt!"

„Weil nur eine wirksame Umverteilung zugunsten der Lohnabhängigen den Sozialstaat und damit die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben für alle sicherstellen und der Demontage demokratischer Werte, der Anfälligkeit für rechtsextremen und fremdenfeindlichen Populismus und der Politikverdrossenheit entgegenwirken kann“, so Stingl abschließend.