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GLB: Zwei Studien, zwei grundverschiedene Aussagen

Tirol Im Juli diesen Jahres präsentierte das Land Tirol eine neue Studie zur aktuellen Einkommenssituation: Demnach wächst auch in Tirol die Armut weiterhin in ansteigender Form. In den Veröffentlichungen besonders hervorgehoben wird dabei, dass sich diese Zahlen in einem „positiven“ Verhältnis zu anderen Bundesländern befänden und dass - so die Kernaussage - 96 Prozent der TirolerInnen mit ihrer Lebenssituation zufrieden seien! So läge das so errechnete mittlere Haushaltseinkommen in Tirol bei rund 20.000 Euro, also über dem österreichischen Durchschnitt.

„Die Studie war für den zuständigen ÖVP-Landesrat Johannes Trattner gleich der Beweis für (s)eine gute Wirtschafts- und Sozialpolitik. Sein Pech, dass im bereits eine Woche später die Realität einholte“, erklärt dazu Josef Stingl, Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB)

Der Linksgewerkschafter verweist diesbezüglich auf eine von einer Privatversicherung in Auftrag gegebene Umfrage. Diese spricht nämlich eine ganz andere Sprache: Demnach fühlen sich die Menschen von ihrer gegenwärtigen Lebenssituation noch stärker bedroht als im Vorjahr!

Die größte Angst haben die TirolerInnen dabei vor den steigenden Preisen. 70 Prozent (!) der Befragten fühlen sich vom Anstieg der Lebenshaltungskosten bereits in ihrer Existenz bedroht. Und immerhin mehr als 50 Prozent der Tirolerinnen haben laut Umfrage auch Angst davor, ein Pflegefall zu werden, bzw. noch weitere Kürzungen bei den Sozialleistungen und ihren Pensionen hinnehmen zu müssen.

„Zwei grundverschiedene Umfrageergebnisse im Zeitraum einer Woche! Welche entspricht nun der Wahrheit? Im Frühjahr 2013 stehen in Tirol die Landtagswahlen an. JedeR kann sich jetzt selbst ein Bild über den Grad der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen machen; und welche am ehesten den derzeitigen Realitäten entspricht“, meint abschließend Josef Stingl.