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Metaller-Lohnrunde: Druck auf Arbeiterrechte verstärkt

PRO-GE Nach der zweiten Metallerverhandlungsrunde ist für die Gewerkschafter einiges klarer geworden. Unsere „Sozialpartner“ haben ihr wahres Gesicht gezeigt“, kommentiert Peter Scherz, Mitglied der Verhandlungskommission der Gewerkschaft ProGe, die Forderung der Industriellen nach unterschiedlichen Arbeitszeiten und betrieblichen Flexibilisierungen. „Immer schon haben wir gesagt, dass sie keine Partner sind, sondern – auch auf dem Verhandlungstisch - unsere Gegner, die ihre Interessen beinhart durchsetzen wollen. “ Statt über die Gewerkschaftsforderung von fünf Prozent höhere Löhne zu verhandeln, kommen sie mit Forderungen über abweichende betriebliche Abschlüsse daher. Der Druck auf die Rechte der arbeitenden Menschen wird deutlich verstärkt.

"Das ist eine Entsolidarisierung, die von uns entschieden abgelehnt wird und vor der wir vor der Zustimmung über getrennte Verhandlungen gewarnt haben“, erklärt Scherz. Die arbeitenden Menschen sollten nach dem Willen der Verhandler der Unternehmerseite die ganze Last von wirtschaftlich schlechteren Unternehmensergebnissen tragen und sich dann noch von Managern mit Spitzeneinkommen die Welt erklären lassen, z.B. warum sie in einem Betrieb geringere Löhne erhalten sollten als im anderen.

Peter Scherz: "Der KV Abschluss, wie er von uns gefordert wird, bedeutet den berechtigten Anteil der Beschäftigten an der wirtschaftlichen Entwicklung sowie die Abgeltung der Inflation. Außerdem stärkt eine gute Lohnerhöhung die Kaufkraft und sei damit die beste Antwort auf Probleme in der Wirtschaft: „Wir wollen eine Lohnerhöhung von fünf Prozent. Das wird nicht ohne Kampf gehen“, betonte Scherz und fügte hinzu: "Wenn wir nicht kämpfen, lassen wir uns freiwillig alles wegnehmen .“