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Geld stinkt!

NÖ Seit April 2013 dürfen Mineralölkonzerne und Raststättengastronomiebetriebe Gebühren für die Verwendung der WC-Anlagen auf Autobahnraststätten einheben. Diese Gebühr beträgt 50 Cent. Da allerdings festgeschrieben ist, dass oben genannte Betriebe saubere und funktionstüchtige WC-Anlagen kostenfrei bereitstellen müssen erhält man einen Gutschein in gleicher Höhe zur Konsumation. Ähnlich, aber doch ganz anders gelagert ist die WC-Situation auf LKW- und sonstigen Parkplätzen, die der jeweiligen Landesstraßenmeisterei unterstellt sind. „Aufgabe der Straßenmeisterei ist auch die Instandhaltung der Nebenanlagen und dazu zählen für mich saubere, funktionstüchtige und kostenfreie WC's“, meint Wolfgang Hoffmann, LKW-Fahrer und Kandidat des GLB zur AK Wahl. Anders sehen das die Straßenmeistereien.

Mit Verweis auf die „privatisierten“ WC-Anlagen der Autobahnraststätten werden immer mehr Toiletten gesperrt. Die Konsequenz daraus ist, nicht nur am Grenzparkplatz Drasenhofen (die Krone Zeitung berichtete), dass Autofahrer_innen ihr „Geschäft“ in der Natur verrichten, mit entsprechender Wirkung auf Aug und Nase.

„Es stinkt und ist eine Zumutung für uns Berufskraftfahrer! Wir haben die Wahl wie die Tiere in die Büsche zu gehen oder riskieren Sanktionen der Unternehmer wenn wir einen „Umweg“ zum pinkeln machen, für den wir obendrein noch zu zahlen haben“, kritisiert Wolfgang Hoffmann die Sanitärentwicklung auf Österreichs Straßen.

Es wurden und werden wunderschöne Asfinag Parkplätze gebaut! Nur leider sind die Toiletten so weit vom Parkplatz entfernt, dass wenn ein LKW Fahrer ein dringendes Bedürfnis hat, in “größte” Not gerät. Die Profitgier vieler Unternehmen und die Ökonomisierung der intimsten Lebensbereiche schreitet munter voran. Es ist Zeit die Politik in die Verantwortung zu nehmen.

„Wir vom GLB treten nicht nur für einen Mindestlohn von 10 Euro für Berufskraftfahrer ein, sondern fordern auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen wie funktionierende und zugängliche WC-Anlagen“.