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Solidarität mit Cuba

International Kollege Christian Kaserer hat den GLB vom 6. bis zum 8. Juni bei einer Konferenz des Weltgewerkschaftsbunds "WFTU" zur Solidarität mit Kuba im Brüsseler Europaparlament vertreten. Hier ein Auszug aus seinem Solidartätsbeitrag:

„Für uns ist die Solidarität mit Kuba ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit. Denn Kuba – das ist eine Vision von einer besseren Welt. Nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Staaten in Europa schien es vielen Leuten, die bis dato eine Alternative zum Kapitalismus darin sahen, dass der Marxismus versagt habe und die Ausbeutung Vieler durch Wenige der einzig gangbare Weg wäre.
In den letzten 20 Jahren hat der Neoliberalismus viele, ja fast alle Bereiche unseres Lebens und unserer Gesellschaft durchdrungen und gerade in diesem Moment stehen wir einem gefährlichen Trend gegenüber: Die Menschen vergessen, was Solidarität bedeutet. Solidarität ist der Kleber, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Denn dieses Wort heißt nicht nur, dass sich Völker und Staaten helfen, sondern dass wir als Individuen zusammenstehen, wenn die Zeiten hart sind. In westlichen Ländern weicht die Solidarität einer Ellenbogengesellschaft nach amerikanischem Vorbild. […]

Wir beobachten gerade den Höhepunkt des Neoliberalismus. Kuba ist keine militärische oder wirtschaftliche Bedrohung, aber es ist eine ideologische Bedrohung, denn Kuba beweist, dass eine bessere Welt möglich ist und wir hoffen können. Genau das, liebe KollegInnen, ist die größte Bedrohung für den Neoliberalismus. Ein besseres Leben können und müssen wir errichten! […]

Die amerikanische Regierung und ebenso viele andere westliche Regierungen wissen, dass die bloße Existenz eines Landes wie Kuba, das den sozialistischen Traum realisieren will, die größte Gefahr für sie und das obere eine Prozent ist. Natürlich gibt es Missstände auf Kuba, das wissen wir alle, doch wir wissen genau so, dass sie zum Großteil durch die wirtschaftliche Blockade verursacht werden. Dieses Embargo, das sich gegen das kubanische Volk richtet, muss sofort gestoppt werden! […]

Von Kuba können wir viel lernen und es ist unsere Aufgabe als kämpferische Gewerkschaften, die Errungenschaften der Kubaner so gut als möglich in unseren Gesellschaften zu etablieren und Aufmerksam zu machen auf das große Unrecht, welches dem kubanischen Volk angetan wird. Der Neoliberalismus wird erst zufrieden sein, wenn wir alle seine Sklaven sind und deshalb, gerade deshalb sind wir alle Kubaner.“