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»Alle Jahre wieder, kommt...«

Tirol ... keine Sorge Weihnachten ist noch weit entfernt, es wird uns Tiroler_innen mit geteilt was wir ohnehin tagtäglich spüren: Unser Einkommen ist dürftig, das Leben dafür sündteuer. So bescheiden uns auch heuer die Statistiken, dass unser Gefühl nicht falsch liegt und Tirol bei Kaufkraft und beim Einkommen »Spitzenreiter der Schlechtesten« und bei Wohn- und Lebenshaltungskosten »Spitzenreiter der Teuersten« ist.  Mindestlohn ruft.  Er muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum die Situation in der Zeit in der er, bzw. die SPÖ in der Landesregierung keinen Deut besser war.

Es ist genauso schön, dass der neue Tiroler ÖGB-Chef Phillip Wohlgemuth meint, dass »ein höherer Mindestlohn, der Anstieg der Kaufkraft und die Stärkung der heimischen Wirtschaft in direktem Zusammenhang stehen und ein höherer KV-Mindestlohn gerade in Tirol positiv auf die Kaufkraft auswirken wird«. Er muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum die ÖGB-Mindestlohnforderung von 1.700 Euro nachträglich gesplittet wurde und erst in etwas mehr als zweieinhalb Jahren 1.500 Euro erreicht sein sollen und erst danach die 1.700 Euro-Forderung generelle Gültigkeit haben soll.

Unsere Löhne und Gehälter sind seit Jahrzehnten bundesweit gering, unsere Kaufkraft seit Jahrzehnten scheiße, eklatant hohe Wohn- und Lebenshaltungskosten begleiten uns ebenfalls seit vielen Jahren. Die 1.700 Euro Mindestlohn bräuchten wir eigentlich schon seit »vorgestern«. Der Streit, ob gesetzlich oder kollektivvertraglich verzögert die Umsetzung nur zusätzlich und ist für die Betroffenen egal. Für ihr Wohlbefinden zählt, ab wann sie mehr im Börsel haben. Daher alle Kraft voraus für 1.700 Euro Mindestlohn und das lieber noch heute als morgen!

Josef Stingl