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GLB trauert um Karl Rußheim (1932-2018)

Steiermark Am 27. März 2018 verstarb mit Karl Rußheim ein namhafter Vertreter der steirischen und österreichischen Arbeiter_innenbewegung. Karl Rußheim wurde 86 Jahre alt. Sein Lebensweg führte den einfachen Arbeiter in höchste politische Ämter. Nach einer Friseurlehre verschlug es ihn in das Hüttenwerk Donawitz, wo er schnell mit kommunistischen Betriebsräten in Kontakt kam. 1950 beteiligte er sich am Oktoberstreik und wurde deshalb entlassen. Bald danach trat er der KPÖ bei. Nach Stationen bei Kinderland und in der Zellulosefabrik Hinterberg konnte er in das Donawitzer Hüttenwerk zurückkehren und wurde bereits 1956 zum Betriebsrat gewählt.

Hier wurde er über Jahrzehnte zum Motor der Betriebsorganisation. In Donawitz wurden sozialpolitische Initiativen entwickelt, die später für ganz Österreich Bedeutung hatten. Karl Russheim stieg bis in den Aufsichtsrat der Voest-Alpine auf und gehörte jahrzehntelang der Landesexekutive des ÖGB an. Er hatte die seltene Gabe, in einfachen Worten komplizierte gesellschaftliche Zusammenhänge zu erklären. Diese Fähigkeit führte ihn auch in die Arbeiterkammer Steiermark wo er lange Zeit der kommunistischen Fraktion in der AK-Vollversammlung vorstand.

Seine vielfältigen politischen Funktionen trugen dazu bei, daß er sich weit über seine Gesinnungsgemeinschaft hinaus großes Ansehen erwerben konnte. Bereits im Ruhestand stellte er seine wertvolle Erfahrung als KPÖ-Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Trofaiach zur Verfügung.

Der Gewerkschaftliche Linksblock verliert mit Karl Rußheim einen namhaften und engagierten Arbeiterfunktionär. Unser Mitgefühl in diesen schwierigen Stunden gehört seiner Gattin Erika und seinem Sohn Karl.

GLB-Bundesleitung
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