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Zum Abschied von AK-Präsident Siegfried Pichler

Salzburg Brief von Brigitte Promberger, Betriebsratsvorsitzende im Literaturhaus Salzburg und GLB-Arbeiterkammerrätin an Präsident und Direktorium der AK-Salzburg Wertes Direktorium und werter Präsident, ich muss euch wirklich meinen Zorn kundtun, denn das, was mir da heute widerfahren ist, lässt mich immer noch beben. Ich habe um zwei Minuten Redezeit gebeten, um Sigi Pichler auch im Namen des GLB zu danken und mich zu verabschieden und dich, Kollege Peter Eder zu begrüßen. Immerhin hat mich der Kammerdirektor persönlich informiert, dass der Zeitplan nicht ausreiche.

Dass ein Zeitplan es erlaubt, Kollegen Foglar eine Redezeit von einer halben Stunde einzuräumen und damit alle weiteren Redner in die Enge zu treiben, das finde ich höchst unsolidarisch.

Dass diese Zeitenge bei der einzigen Rednerin eingespart wird, finde ich empörend! Ihr lobt und dankt zurecht den starken Frauen, die euch den Rücken frei halten, doch die Bühne teilen kommt nicht in Frage. Ihr werdet jetzt sicher von Missverständnis und war nicht so gemeint sprechen und ich versichere euch, damit erreicht ihr mich nicht!

Das zu ändern, lieber Präsident Peter Eder, empfehle ich als einzige ErstgereihtE in den künftigen Arbeitsauftrag der AK mit aufzunehmen. Warum ist nach wie vor nur eine Frau im Präsidium? Warum gehen immer nur die Männer ans Rednerpult? Doch habt ihr Recht, wenn ihr sagtet, eure fraktionsinternen Angelegenheiten gehen mich nichts an.

Ich rege jedoch an, darüber nachzudenken, wie selbstverständlich und unbedarft ich da heute rausgekickt wurde. Böse Absicht unterstelle ich euch nicht – und gerade das ist erschütternd.

Bitte lasst mir eine Erreichbarkeit (Mail oder Adresse) von Sigi Pichler zukommen, denn ich will mich von ihm verabschieden, nur wäre das im Zorn jetzt nicht mehr gegangen. Glück auf!