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Faktenbox AUVA

Fakten Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wurde schon vor 130 Jahren als erste Sozialversicherung überhaupt gegründet. Das Gesetz für eine Arbeitsunfallversicherung, das die Haftpflicht der Unternehmer regelte, ist mit 1. November 1889 in Kraft getreten. Die AUVA betreibt Prävention (Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten), Heilbehandlung (nach Unfällen), Rehabilitation (zur bestmöglichen Wiederherstellung von Verunfallten) und finanzielle Entschädigung (von Unfallopfern).

Heute sind 4,8 Millionen Menschen, unselbständig und selbständig Erwerbstätige, Studierende, Schüler_innen und Kindergartenkinder sowie 320.000 Unternehmen bei der AUVA unfallversichert.

Die AUVA versorgt jährlich rund 160.000 Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

Weiters behandelt die AUVA jährlich rund 370.000 Verletzte bei Arbeits-, Verkehrs-, Freizeit- und Haushaltsunfällen, davon mehr als 46.000 stationär. Nur elf Prozent der Behandlungen sind auf Arbeitsunfälle zurückzuführen, die restlichen 89 Prozent beziehen sich auf Freizeitunfälle.

Die AUVA zahlt Entschädigungen an rund 72.000 Versehrte und Angehörige.

Die Einrichtungen der AUVA, sieben Unfallkrankenhäuser und vier Reha-Einrichtungen, sind hochspezialisiert und international anerkannt. 1925 eröffnete Lorenz Böhler, der als Vater der Unfallchirurgie gilt, in Wien das erste spezielle Arbeitsunfallkrankenhaus.

Rund 5.700 Beschäftigte, davon 74 Prozent in den elf Behandlungseinrichtungen, sorgen für die Versicherten.

Die Finanzierung der AUVA erfolgt durch einen Dienstgeberbeitrag von derzeit 1,3 Prozent des Bruttoeinkommens der Unselbständigen als Teil der Lohnnebenkosten. Durchschnittlich 26 Euro pro Arbeitnehmer kostet einem Unternehmen die Unfallversicherung im Monat.

Zwischen 1995 und 2011 haben sich Unternehmen 2,2 Milliarden Euro gespart, weil durch die gezielte Prävention der AUVA die Arbeitsunfälle stark zurückgegangen sind. Der volkswirtschaftliche Gewinn für diesen Zeitraum lag sogar bei 8,6 Milliarden Euro.

Die schwarz-blaue Regierung will den DG-Beitrag von 1,3 auf 0,8 Mio. Euro senken, wovon die Unternehmen mit 500 Mio. Euro profitieren würden.

Die Regierung verlangt bis Jahresende 2018 von der AUVA die Einsparung von 500 Mio. Euro, was 36 Prozent der Aufwendungen von 1,4 Mrd. Euro, davon 1,2 Mrd. für Versicherungsleistungen, der AUVA beträgt.

Nur zweimal in der Geschichte wurde die Selbstverwaltung der Sozialversicherungen – sie betrifft Krankenkassen, Pensionsversicherungen und auch die AUVA – abgeschafft: 1934 im austrofaschistischen Ständestaat und 1938 durch das NS-Regime.