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Sozial-KV: GLB fordert Urabstimmung

News Die Beschäftigten in den Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufen bekommen unter anderem eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,2 Prozent, 100 Euro mehr für Lehrlinge und einen zusätzlichen freien Tag nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit. Das sind die Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft. „Ohne die Streiks und Betriebsversammlungen wäre selbst dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Die Gewerkschaftsführung hat aber zu früh nachgegeben“, meint der steirische GLB-AK-Rat Kurt Luttenberger. Eine erste KV-Abschluss-Einschätzung, welcher der Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks im ÖGB (GLB) Josef Stingl inhaltlich hundertprozentig zustimmt.

Die Beschäftigten in den Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufen leiden tagtäglich an physischen und psychischen Belastungen bei ihrem Arbeitsplatz. Zur Erleichterung ihres Jobs bedarf es einer dringenden und deutlichen Arbeitszeitverkürzung. „Ihr Ruf nach einer 35-Stunden-Woche und einer sechsten Urlaubswoche sind somit ohnehin nur eine Minimalforderung um nicht vollends zur `Burn-Out-Branche Nummer Eins´ zu verkommen.

"Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen wissen das, daher auch ihr Mut und ihre Entschlossenheit für die Verbesserungen ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu streiten, zu kämpfen und auch zu streiken“, erklärt Josef Stingl seine Position zum aktuellen KV-Abschluss der Sozialwirtschaft.

„Ich weiß, meine Kritik gefällt weder den Verhandlungsführern von GPA-djp, noch der vida. Eigentlich egal, entscheidend ist, ob die betroffenen Kolleginnen und Kollegen mit dem Verhandlungsergebnis ihrer Interessensvertretung zufrieden sind. Das ist leicht mit einer Urabstimmung zu klären!“ folgert der Linksgewerkschafter. Und eine solche sei aufgrund der Streikbereitschaft der Kolleg_innen berechtigt.

„Es ist eigentlich ein Gebot des politischen Anstands, dass jetzt GPA-djp und vida ihre vom Abschluss betroffenen Mitglieder befragen, ob das ausgehandelte Mehr auch wirklich genug ist, oder der Mehrheit zu wenig erscheint“ meint Stingl abschließend.