Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Solidarität mit den Beschäftigten der Gießereiindustrie!

News Vor einigen Jahren ist es der Metallindustrie gelungen den einheitlichen Kollektivvertrag zu spalten. Von den sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitzen wurde akzeptiert, dass die sechs Fachverbände getrennt verhandeln. Freilich gelang es bisher immer einen einheitlichen Abschluss zu erzielen, lediglich die Höhe ließ oft zu wünschen übrig. „Nun tritt jedoch ein, wovor der Gewerkschaftliche Linksblock immer gewarnt hat. Die Gießereiindustrie weigerte sich am 31. Oktober den Abschluss der Metalltechnischen Industrie nachzuvollziehen“ kritisiert Hilde Tragler, Betriebsrätin bei Magna und Vorsitzende des GLB in der PRO-GE. Dies geschah, obwohl nur eine Lohnerhöhung von im Schnitt 2,7 Prozent erreicht wurde und diese damit meilenweit von den geforderten 4,5 Prozent entfernt war.

„Der Metaller-KV war ein Leitkollektivvertrag, mit hoher Signalwirkung an die anderen Branchen. Nunmehr wird von der Industrie ein weiterer Schlag gegen diesen Leitkollektivvertrag ausgeführt“ so Tragler. Obwohl die Berufsgruppe Gießereiindustrie auf Seiten der Arbeitgeber auch Teil des Fachverbandes der Metalltechnischen Industrie ist, soll der Abschluss nun offenkundig niedriger als im FMTI Kollektivvertrag ausfallen.

Von Seiten der PRO-GE und GPA-djp Spitzen wurden aus diesem Grund Betriebsversammlungen in der Gießereiindustrie angekündigt. Auch wurde – mit Verweis auf die bereits erteilte Streikfreigabe - ein Arbeitskampf angedroht, sollte eine weitere Verhandlungsrunde am 8. November scheitern.

Josef Stingl, Bundesvorsitzender des GLB: „Der GLB unterstützt ausdrücklich alle Kampfmaßnahmen und erklärt sich mit den Kolleginnen und Kollegen in der Gießereiindustrie solidarisch. Wir rufen die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter zudem dazu auf, die Verhandlungen in der Metallindustrie im kommenden Jahr wieder gemeinsam und nicht auf Fachverbände aufgeteilt zu führen.“ Die Weigerung der Gießereiindustrie den Beschäftigten die gleiche Lohnerhöhung zu gewähren, sollte eine Lehre sein, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.