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Scharfe Kritik an Auslassungen von WKO-Chef Mahrer

News Zum Aschermittwoch hofft Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), dass in der Fastenzeit wieder der „Ernst des Lebens“ einkehrt: „Hoffentlich kapieren das auch jene Kasperl der politischen Bühne, die in der Faschingszeit für manch Unfug gesorgt haben! Anders könne Stingl beispielsweise die Performance des WKO-Präsidenten Mahrer nicht bezeichnen.
„Mahrers Problem ist, dass er die Kosten für Opernball-Loge (23.600 Euro) und Mineralwasserkonsum als sparsam ansieht. Sein Problem ist auch, dass er nicht einmal bemerkt hat, dass sein ,Sozialpartner` Arbeiterkammer nicht am Opernball anwesend war. Nur, eine kleine Flasche Mineralwasser kostet bei diesem ‚Fest der Reichen und Unverschämten` immerhin 7,50 Euro. Eine Summe, die zahlreiche Menschen nicht einmal täglich für Speis‘ und Trank zur Verfügung haben. Wie lange könnten sie sich bloß mit der WKO-Opernball-Gesamtwasser-Rechnung verköstigen?“ so der Linksgewerkschafter.

Mahrers Pressestunde-Auftritt bezeichnet der GLB-Vorsitzende Stingl nicht einmal mehr als schlechten Faschingsscherz: „Dieser Auftritt war vielmehr ein Affront gegenüber der arbeitenden Bevölkerung!“ So meinte etwa der vielbeschäftigte WKO-Boss zu den Kollektivvertragsverhandlungen der Beschäftigten der Sozialwirtschaft Österreichs, dass er sich erst beim Briefing für den TV-Auftritt ernsthaft mit den Arbeitsbedingungen der betroffenen Sozial-, Gesundheits- und Pflegebeschäftigten bewusst auseinander gesetzt hat. Trotzdem besteht der „Ahnungslose“ auf „ein absolutes Njet“ bei ihrer Forderung nach Erleichterung durch Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

Wer, wenn nicht die Betroffenen selbst haben die größtmögliche Ahnung von ihren Arbeitsbedingungen. Die Folgen sind unübersehbar: hohe Fluktuation, über 40.000 Menschen, die ihrem Traumberuf den Rücken kehrten, eine hohe Burnout-Rate, usw. Die „übrig gebliebenen Leidtragenden“ stellen sich jetzt offen gegen die verkehrte Politik von Mahrer, Kurz & Konsorten.

Sie verlangen absolut berechtigt, dass ihre wöchentliche Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich auf 35 Wochenstunden verkürzt wird und sind bereits wochenlang bereit dafür zu kämpfen. „Ihnen und ihren Protestaktionen und Warnstreiks gilt die volle Solidarität des GLB. Denn eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen ist gleichzeitig auch eine Verbesserung der Pflegebedingungen für uns alle“, meint Josef Stingl abschließend.