Solidarisch mit der Streikbewegung im Sozialbereich erklärte sich die oberösterreichische Landeskonferenz der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) am 28. Februar 2020. Eine entsprechende Solidaritätsresolution erging an die Gewerkschaften GPA-djp und vida. Weitere Resolutionen wurden zur Forderung nach mehr Kassenarztstellen an Gesundheitsminister Anschober und die Österreichische Gesundheitskasse sowie für Maßnahmen gegen die wachsende Prekarisierung an Frauenministerin Raab, Arbeitsministerin Aschbacher, ÖGB-Präsident Katzian und WKO-Präsident Mahrer beschlossen.

Die bisherige Landesvorsitzende Heike Fischer (BRV Diakonie Zentrum Spattstraße) konstatierte, dass im Berichtszeitraum laufend Verschlechterungen für die Lohnabhängigen unabhängig unter welcher Regierung erfolgt sind und betonte die Notwendigkeit entschiedener Gegenwehr durch eine kämpferische Politik von Gewerkschaften und Arbeiterkammern als wichtigste Interessenvertretung der Lohnabhängigen.

Fischer zog eine erfolgreiche Bilanz über die Tätigkeit des GLB in der abgelaufenen Funktionsperiode. Mit einem deutlichen Stimmenzuwachs bei der Arbeiterkammerwahl 2019 konnte trotz eines Rekordergebnisses der FSG-Mehrheit die 2014 wieder errungene Position des GLB in der Arbeiterkammer gestärkt werden. AK-Rat Thomas Erlach machte als GLB-Mandatar in der Vollversammlung die Notwendigkeit einer linken Vertretung deutlich und konnte zahlreiche Initiativen setzen. Und bei Betriebsratswahlen konnte der GLB seine Positionen insbesondere in mehreren Sozialvereinen ausbauen.

Bei der Neuwahl des Landesvorstandes wurde Stefanie Breinlinger (35), Sozialarbeiterin beim VertretungsNetz, als neue Landesvorsitzende gewählt, AK-Rat Thomas Erlach (BRV EXIT-sozial Linz) wurde als Stellvertreter bestätigt.