Verärgert zeigt sich Josef Stingl, Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB) über den „bösartigen 1.April-KV-Abschluss-Sch(m)erz“ der Sozialwirtschaft Österreich. Immerhin verlangten die Beschäftigten eine Reduzierung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden zur deutlichen Entlastung ihrer Arbeitssituation.


„Verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst und ihrer Klient*innen Gesundheit haben sie ohne großes Aufsehen und Murren an 10. März die Verhandlungen und Proteste auf Nach-Corona unterbrochen. Jetzt dankt man´s ihnen mit einem Drei-Jahresabschluss, mit geringen finanziellen Brosamen und einer lächerlichen Arbeitsverkürzung in drei Jahren. Dass viele betroffene Kolleginnen und Kollegen enttäuscht sind und sich geneppt fühlen ist mehr als verständlich“, kritisiert der GLB-Bundesvorsitzende vor allem die unverständliche Gewerkschaftszustimmung.

Der überfallsartige KV-Abschluss innerhalb der Covid-19-Isolation geht gänzlich an der ursprünglichen Intention der Forderung vorbei: Eine diesbezüglich notwendige inhaltliche Diskussion und Kritik wurde undemokratisch ausgehebelt, für Stingl eine untragbare Vorgangsweise. Er verlangt: „Urabstimmung! Damit sichtbar wird, ob die aus den unterschiedlichsten Bereichen kampfbereiten Kolleginnen und Kollegen das Ergebnis mittragen oder ein Zurück zum Arbeitskampf verlangen.“

Zum Abschluss verweist Stingl auf die überparteiliche Initiative „minus5“. Auch bei der dieser Onlinepetition (https://openpetition.eu/minus5) können die betroffenen Kolleg*innen ihren Unmut zeigen und für eine wöchentlich fünfstündige Arbeitszeitverkürzung zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation votieren.