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Swarovski Wattens: Gewinnmaximierung durch Arbeitsplatzvernichtung

Tirol „Wieder einmal Swarovski, wieder einmal Kündigungen, diesmal 200 am Standort Wattens und weitere 400 weltweit. Und diesmal muss für die weitere Gewinnmaximierung der Corona-Schmäh herhalten “, schäumt Josef Stingl, Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB). Angeblich komme es zu einem deutlichen Umsatzrückgang, konkrete Zahlen gebe es aber frühestens im Herbst. Der Stellenabbau werde „in Verantwortung gegenüber den Mitarbeiter*innen“ aber präventiv gestartet, lautet zusammengefasst die zynische Swarovski-Erklärung von Konzernsprecher Robert Buchbauer zum schleichenden Arbeitsplatz-Lockdown in Wattens.

Linksgewerkschafter Stingl glaubt bei Swarovski nicht an coronabedingte Kündigungsnotwendigkeit. In Wattener Stammwerk gehören seit Jahren drastische Kündigungswellen zum Alltag. Einerseits, da in anderen Ländern, wie in Serbien, firmeneigene Billiglohnproduktionsstätten geschaffen wurden und andererseits der Verwaltungsstandort Wattens „optimiert“, also entpersonalisiert werden soll. „Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass der Personalstand in Wattens in den letzten zehn Jahren fast halbiert wurde, und sich im Gegensatz die Vermögenswerte des Swarovski-Clans laut Forbes im gleichen Zeitraum verdoppelt haben“, merkt Stingl kritisch an.

GLB-Vorsitzender Stingl erwartet, dass sich aufgrund von Kurzarbeitsförderung und der Kündigungswelle, auch heuer wieder die Vermögenskonten der Swarovski-Familie deutlich wachsen lässt: „Die 200 Familien, die durch die Kündigung an den Rand der Existenz getrieben werden, sind wie die Jahre davor nur ein kleiner Kollateralschaden, welchen die Swarovskis im Gegensatz zum Firmengründer kaum berührt.