„Ein Wohlfühl-Liedchen da, ein paar Stiftungsplätze dort; Hauptsache, nach den höchsten Wohn- und Lebenskosten, den niedrigsten Lohn- und Gehaltskosten führen wir bei Swarovski neben ATB und VOEST ein weiteres Ranking an“, kommentiert der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks im ÖGB (GLB) Josef Stingl sarkastisch Landeshauptmanns Günther Platters Krisenmanagement. Vergessen dabei, dass Tirols Spitzenplatz alleine im Wattener Traditionsbetrieb 1.200 Frauen und Männer Arbeitsplatz und Existenzsicherheit raubt.


Für Linksgewerkschafter Stingl steht fest: „Wenn´s um den Profit geht, gilt der Ruf nach weniger Staat und mehr privat für den lautesten Rufer nicht! Denn, gerade die Swarovski-Arbeitsstiftung zeigt, dass sie einen Großteil der von ihnen verursachten Arbeitslosigkeit allzu gerne der Öffentlichen Hand zuschieben. Ein Angriff auf ihre vollen Säckel wäre für sie auch unmoralisch.“

„Gegen diesen neoliberalen Wahnsinn ist Widerstand zu leisten, mit einer „Aktion Scharf“ gegen diese „Edelkapitalist*innen. Keine Förderungen, sondern vergesellschaften. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise die verruchten Konzerne aufzukaufen und mindestens die Hälfte direkt der Belegschaft zu übergeben. „Das ist auch nicht teurer als die undurchsichtige Förderpolitik und Arbeitsstiftungen. Aber es rettet Arbeitsplätze“, so Stingl abschließend.