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Applaus reicht nicht als Zeichen der Wertschätzung

OÖ Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen, meint Thomas Erlach, oberösterreichischer Arbeiterkammerrat der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Es gibt nun bereits den zweiten kompletten Lockdown in diesem Jahr. Die Bundesregierung spricht bereits vom dritten und vierten Lockdown im nächsten Jahr. Eins ist klar, Corona wird uns noch länger begleiten.
„In Zeiten wie diesen wird sichtbar, wie sehr die Arbeitsleistung der Beschäftigten einiger Branchen für das Gelingen unserer Gesellschaft von Bedeutung ist. Ohne Systemerhalter*innen, ohne die Beschäftigten in systemrelevanten Betrieben, würde unsere Gesellschaft kollabieren“ betont Erlach. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Beschäftigte im Lebensmittelhandel, auf Tankstellen, bei Banken und der Post, und natürlich um die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich.

„Gerade die Beschäftigten in diesen Bereichen leisten momentan Großartiges – und das unter enormen Belastungen und unter dem Risiko jederzeit selber erkranken zu können“, so Erlach. Bisher gab es in einzelnen Kollektivverträgen zum Ausgleich Prämien in niedriger Höhe. Diese werden aber der enormen Bedeutung der Leistung dieser Menschen für unsere Gesellschaft nicht gerecht.

Die meisten wurden von der Politik ohnehin nur mit Applaus bedacht. Applaus allein ist aber zu wenig. Was es braucht ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung: „Ich fordere die Bundesregierung daher auf, eine Corona Prämie in der Höhe von tausend Euro an alle Beschäftigten in systemrelevanten Betrieben auszuzahlen“ so Thomas Erlach abschließend.