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Faktenbox Stiftungen

Zahlen&Fakten Privatstiftungen sind ab 70.000 Euro möglich, aber laut Stiftungsverband erst ab 30 Mio. Euro interessant. 2015 entfielen bei 3.787 Stiftungen mit 90 Mrd. Euro Vermögen im Schnitt 22,77 Mio. Euro pro Stiftung. Sehr unterschiedlich wird das von Privatstiftungen gehaltene Vermögen bewertet: Laut Nationalbank (OeNB) 55 Mrd. Euro, davon 20 Mrd. Euro als Immobilien (Stand 2014). Laut „Format“ (15/2014) zwischen 80 und 100 Mrd. Euro. Laut Verband Österreichischer Privatstiftungen (VÖP) 70 Mrd. Euro (Stand 2011).

Laut VÖP sind von den Privatstiftungen 64 Prozent Unternehmensbeteiligungen, 24 Prozent Immobilien und 12 Prozent Privatvermögen.

Laut Finanzministerium zahlten 2015 die 3.787 Privatstiftungen 758 Mio. Steuern, davon 565 Mio. Euro Kapitalertragssteuer (KESt) und 140 Mio. Euro Körperschaftssteuer (KöSt). Im Durchschnitt zahlte 2015 jede der 3.878 Stiftungen also 200.158 Euro Steuer, das sind 0,84 Prozent des dort veranlagten Vermögens.

Laut Grünen-Finanzsprecher Bruno Rossmann wurden 2015 pro Stiftung im Durchschnitt 600.000 Euro ausgeschüttet, was 2,27 Mrd. Euro für 3.787 Stiftungen entspricht.

Normale Einkommen werden bis zum Spitzensteuersatz von 55 Prozent besteuert, Ausschüttungen von Stiftungen maximal mit 25 Prozent KESt oder KöSt.

Namhafte Superreiche wie Androsch (SPÖ), Prinzhorn (FPÖ), Bartenstein (ÖVP), Haselsteiner (NEOS), Stronach, Meinl, Lugner, Swarovski, Esterhazy oder Piech parken ihr Vermögen in Privatstiftungen.

80 der hundert größten Unternehmen sind zumindest teilweise im Eigentum von Privatstiftungen.

2008 waren von 3.141 Privatstiftungen nur 210 gemeinnützig.

Quelle: Der Standard, 13.6.2016