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Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB)

Faktenbox Überstunden

Fakten2014 leisteten die Beschäftigten in Österreich 269 Millionen Mehrarbeits- und Überstunden, von denen 57,4 Millionen weder in Geld noch Zeit abgegolten wurden. Eine Umverteilung dieser Überstunden würde rechnerisch etwa 130.000 Vollzeitjobs bringen.

Überstundenleistung ist eine Männer-Domäne: 2014 wurden laut Arbeiterkammer 188 Millionen Überstunden (davon 36 Mio. unbezahlt) von Männern, aber nur 72 Millionen (davon 22 Mio. unbezahlt) von Frauen geleistet.

Fast ein Drittel aller Österreicher_innen arbeitet einmal oder mehrmals im Monat länger als zehn Stunden am Tag.

Im dritten Quartal 2015 arbeiteten in Österreich laut Statistik Austria 1,2 Mio. Beschäftige bis 35 Wochenstunden, 2,0 Millionen zwischen 36 und 40 Stunden, 775.200 jedoch 41-59 Stunden und 200.700 sogar mehr als 60 Stunden in der Woche.

Mit durchschnittlich 41,5 Wochenstunden lag Österreich 2014 unter den 28 EU-Ländern auf Platz drei und deutlich über dem EU-Durchschnitt (40,4), nur in Großbritannien und Portugal wurde länger gearbeitet.

Laut einer Umfrage der Statistik Austria wollen 610.000 Beschäftigte kürzer arbeiten, im Schnitt um eine Stunde und 48 Minuten.

Mit 28 Prozent (Frauen 48,0, Männer 11,3 Prozent) hat Österreich nach den Niederlanden die zweithöchste Teilzeitquote der EU28, laut Umfrage möchten Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten um mehr zu verdienen, im Schnitt um zwei Stunden 42 Minuten.

Laut AK-Arbeitsklimaindex sehen 56 Prozent der Frauen ihre Teilzeitarbeit nur als Übergangs- oder Notlösung, 59 Prozent geben an, dass ihr Einkommen gerade noch oder nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes ausreicht.

Quelle: ooe.arbeiterkammer.at




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