Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) unterstützt die Forderung der heutigen BR-Konferenz, den gemeinsamen Kollektivvertrag des Metallbereichs zu erhalten. Der GLB lehnt auch alle Versuche ab, wichtige Entscheidungen vom KV auf die betriebliche Ebene zu verlagern. Mit den KV-Verhandlungen der Metallbranche beginnt traditionell die Herbstrunde bei den Lohnverhandlungen. In diesem Zusammenhang fordert Josef Stingl, GLB-Bundesvorsitzender, erneut die rasche Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde.

„Seit Jahren gibt es keine Reallohnerhöhungen, immer mehr Kolleg_innen finden mit ihrem Einkommen kein Auskommen mehr und drohen, in die Armutsfalle zu rutschen“, so Stingl. Ein gesetzlicher Mindestlohn ist auch kein Widerspruch zu KV-Verhandlungen. „Dabei handelt es sich, wie schon der Name sagt, um einen gesetzlichen Mindestlohn. Dieser ersetzt nicht den notwendigen Kampf um echte Reallohnerhöhungen, Arbeitszeitverkürzung und bessere Rahmenbedingungen bei den KV-Verhandlungen. Unter Einbeziehung der Beschäftigten und ohne „sozialpartnerschaftlicher Rücksichtnahmen“ auf die Unternehmer.“