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Inszenierung einer Konferenz

OÖ Jetzt wird`s langsam fad: Schon vor vielen Jahren hat der ÖGB entdeckt, dass unerwünschte Diskussionen dadurch vermieden oder zumindest reduziert werden können, indem Regionalkonferenzen oder Bundeskongresse durchdesignt und zu Tode moderiert werden. Seitdem lässt man sich nicht lumpen, wenn es darum geht, filmische Leistungsschauen über die letzte Periode produzieren zu lassen. In Wahljahren wie heuer werden dann auch noch Minister, Abgeordnete, ja sogar die Nationalratspräsidentin als gebürtige Oberösterreicherin aufgeboten. Sie alle sprechen „spontan“ moderiert zum Wahlvolk und bekunden ihre Verbundenheit mit den Gewerkschaften.

Ja sogar die neu gewählte ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Sabine Oberhauser darf auf die oberösterreichische Bühne. Ausgerechnet sie, die erst ein paar Tage zuvor ihre oberösterreichische Vorgängerin vom Wiener Parkett verdrängt hatte. Der Applaus von Seiten der Frauen hält sich in Grenzen, wenn auch die Parteiräson immer noch funktioniert. Brave Sozialdemokratinnen!

Ein Wahlversprechen vor 200 ZeugInnen

Walter Schopf, seines Zeichens SPÖ-Nationalratsabgeordneter und Landessekretär der PROGE (und bis zur Konferenz auch stellvertretender Landesvorsitzender des ÖGB-OÖ) moderierte die Beschlussfassung des Forderungsprogramms.

Auf den Hinweis, dass die Ablehnung eines vorzeitigen Anhebens des gesetzlichen Frauenpensionsalters nur sehr zahm formuliert sei und frau daraus schließen könne, dass nach den Wahlen im Herbst im nächsten Koalitionspakt mit Sicherheit eine frühere Anhebung vereinbart werde, dem dann auch die SP-ParlamentarierInnen und –gewerkschafterInnen zustimmen werden, kam Schopf so richtig in Fahrt.

Schlussendlich beschwor er vor allen Anwesenden, dass die GewerkschafterInnen einem solchen Pakt niemals zustimmen würden und allen voran Hundstorfer es auf keinen Fall zulassen werde, dass das Frauenpensionsalter schon früher angehoben werde. Wir werden auf dieses Versprechen zurückkommen. Aufs Klo zu verschwinden gilt in diesem Fall nicht!