Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Kein bezahlter Urlaub

Steiermark „Die Freizeitoption ist KEIN bezahlter Urlaub! Weil in der Frage der Freizeitoption sehr viele Fehlinformationen kursieren und zahlreiche Anfragen an uns gestellt werden, wollen wir euch über die Betriebsvereinbarung informieren“ – so informierten GLB-Betriebsrätin Hilde Tragler und GLB-Betriebsrat Karl-Heinz Dohr in einer Ausgabe des „Pucharbeiter“ die Beschäftigten der Magna-Fahrzeugtechnik. Die Freizeitoption ergibt sich aus dem Verzicht auf die KV-Erhöhung. Die 1,5 Prozent Lohnerhöhung kann man in 27 Stunden Freizeit eintauschen. Das heißt bei einem Bruttolohn von 2.100 Euro pro Monat verzichtet man bei Abschluss der Betriebsvereinbarung auf 31,50 Euro monatlich bzw. 441 Euro im Jahr. Dieser Verzicht steigt natürlich bei jeder weiteren KV Erhöhung.

Von einem einmaligen Verzicht, wie im Standpunkt behauptet, kann daher keine Rede sein. Bei einer angenommen jährlichen Erhöhung von 1,5 Prozent würde der Lohnverlust nach fünf Jahren bereits 33,45 Euro monatlich oder 468,70 Euro im Jahr betragen. Sollten die Lohnabschlüsse wieder einmal besser ausfallen, so wäre der Lohnverlust noch höher. Die dafür eingetauschte Freizeit beträgt jedoch jährlich immer nur 27 Stunden. So viel zur Nachhaltigkeit.

Urlaubstage sind bezahlte Entgelttage, während Freizeittage aus der Betriebsvereinbarung eine selbstfinanzierte Arbeitszeitverkürzung bedeuten. Es hat also auch, wenn die Freizeitoption im Urlaubskonto aufscheint, nichts mit Urlaub zu tun.