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Mateschitz Spielchen mit Kündigungen rütteln an den Säulen der Demokratie

Salzburg Seit gestern geht es rund in der Salzburger Medienwelt. Erst die Meldung, Servus-TV schließe seine Tore, da der Sender zu viel an Kosten verursache. Die erste Presseaussendung der GPA-djp, die sich über 264 Kündigungen traurig zeigt. Dann wird von Seiten des Senderinhabers ein Schäufelchen nachgelegt. Der Sender werde geschlossen, weil die Gewerkschaft einen Betriebsrat installieren wolle, was den Boss arg in Rage bringt. Sowas gibt es im RedBull Konzern sicher nicht - wo sind wir denn? In Österreich, Herr Mateschitz, wir sind in Österreich! Einem demokratischen Rechtsstaat mit gesetzlich verankerten Interessensvertretungen. Die Demokratie haben wir auch hier erkämpfen müssen, seit nach dem 2. Weltkrieg ist es gelungen, einen Sozialstaat mit entsprechendem Rechtssystem aufzubauen. In der zweiten Presseaussendung der GPA-djp wird Fassungslosigkeit und Entsetzen über Mateschitz' Aussage geäußert, darauf hingewiesen, dass betriebliche Mitbestimmung ein Grundrecht ist, sich die Frage gestellt, warum Herr M. seinen Ruf zerstört und festgehalten, dass keine Einflussnahme der AK und GPA-djp von außen statt gefunden hat.

Und heute nun die Entwarnung. Nach einem "Spitzengespräch" von AK und ÖGB-Präsident Pichler und Konzernchef Mateschitz wurden von diesem die Kündigungen zurück genommen. Die dritte Presseaussendung der GPA-djp (siehe Anhang) drückt Freude und Erleichterung aus und betont, dass sich die ewerkschaft nie in die inneren Angelegenheiten eingemischt hat.

Was für ein großartiger Sieg einer starken ArbeitnehmerInnenbewegung! Oder eher doch ein zu Kreuze kriechen vor der Macht des neoliberalen Kapitals? Unglaublich, wie einfach es geht, demokratische Grundrechte mit Füßen zu treten, oder besser auf Ihnen herumzutrampeln - und wir bedanken uns auch noch dafür. Zeichen setzen, Kolleginnen und Kollegen! WICHTIG - DRINGEND - JETZT!

GLB-Salzburg