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Protest gegen Druck auf Beschäftigte der Sozialvereine

OÖ Mit einer Protestaktion unter dem Motto „Soziale Arbeit ist mehr wert“ machten Betriebsrät_innen und Beschäftigte von oberösterreichischen Sozialvereinen und die Gewerkschaft GPA-djp am 10. Dezember 2014 am Linzer Schillerplatz auf die zunehmend prekäre Situation der Sozialvereine aufmerksam. Mehr als 150 Teilnehmer_innen waren zu der von GPA-Sekretär Reinhard Gratzer moderierten Kundgebung vor dem Casino-Gebäude gekommen. Symbolisch dargestellt wurde die durch wachsenden Arbeitsdruck, Personalengpässe, geringe KV-Abschlüsse und Gehaltskürzungen gekennzeichnete Lage der Beschäftigten durch eine Presse.

Über den Stand der Kollektivvertragsverhandlungen informierten dabei die Betriebsratsvorsitzende Martha Fleschurz (Volkshilfe) für den Bereich der Sozialwirtschaft Österreich (früher BAGS), die Betriebsratsvorsitzende der Caritas Oberösterreich für den Bereich Caritas und Thomas Lasinger (EDW Gallneukirchen) für den Bereich Diakonie.

BRV Thomas Erlach (EXIT-sozial) berichtete über die vom Vorstand betriebene Kürzung der Gehälter für rund 40 Prozent der Beschäftigten von EXIT-sozial Linz und kritisierte die Politik des Landes, mit dem Normkostenmodell die Gehälter langjähriger Beschäftigter zu kürzen und KV-Erhöhungen bei den Förderungen nicht zu berücksichtigen.

Abschließend betonte GPA-djp-Landesgeschäftsführer Andreas Stangl die Bedeutung des gewerkschaftlichen Kampfes im Bereich der Sozialvereine und bekräftigte die Unterstützung der Gewerkschaft für die Betroffenen. Scharf kritisierte er die Kürzung der Förderung der Sozialvereine durch das Land und das mangelnde Engagement der Geschäftsführungen sich gemeinsam mit der Belegschaft dagegen zu wehren.