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Soziale Arbeit macht arm

OÖ Im Bild: Aktion Armensuppe der Sozialvereine an der Linzer Landstraße, mit dabei Thomas Erlach, BRV EXIT-sozial Linz

Mit der Verteilung einer Armensuppe machten Betriebsrät_innen von oö Sozialvereinen und gewerkschaftliche Aktivist_innen am 26. Februar 2014 in der Linzer Landstraße auf die Situation im Sozialbereich aufmerksam. Zu der Aktion, bei welcher den Passant_innen eine Brotsuppe angeboten wurde, hatten die Betriebsratskörperschaften von ARCUS, ARGE für Obdachlose, ALOM, EXIT-sozial, pro mente und Diakonie Zentrum Spattstraße, unterstützt von den Gewerkschaften GPA-djp und vida aufgerufen.

In einem bei der Aktion verteilten Flugblatt unter dem Titel „Betriebsräte im Sozialbereich: Soziale Arbeit macht arm!“ heißt es:

Wir 100.000 Beschäftigten im Sozialbereich sind mit unseren Gehältern unzufrieden, wie eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer belegt. Am Ende des Geldes bleibt noch zu viel vom Monat übrig. Eine angemessene Entlohnung wird uns bisher von der öffentlichen Hand und den Geschäftsführungen verweigert. Während für marode Banken ohne mit der Wimper zu zucken eine Milliarde nach der anderen hingeblättert wird, sind immer mehr Beschäftigte im Sozialberreich von Armut betroffen.

Ungefähr 70 Prozent der Beschäftigten im Sozialbereich arbeiten in Teilzeit. Dabei ist es schlichtweg gelogen, wenn von den Arbeitgebern und den Geldgebern behauptet wird, diese Menschen arbeiten nur auf eigenen Wunsch mit reduzierter Stundenanzahl. Vollzeitstellen sind in den Stellenausschreibungen so gut wie gar nicht mehr zu finden. Aufgrund zu knapper Finanzierungsmodelle schrumpft das Stundenausmaß der Dienstverhältnisse. Die dadurch verursachten Minigehälter sind bei weitem nicht mehr existenzsichernd.

Unsere Arbeit ist anspruchsvoll und wichtig für die Gesellschaft. Die derzeitigen Einkommen sind dafür keineswegs angemessen. Sie liegen unter dem österreichischen Einkommensdurchschnitt. Wir erachten es als durchaus gerechtfertigt, wenn in einem dermaßen wichtigen Berufsfeld wie dem Sozialberreich anständige Gehälter bezahlt werden.

Daher fordern wir:
- Mehr Vollzeitstellen im Sozialbereich!
- Keine Hungerlöhne sondern anständige Gehälter!
- Faire Einkommen von denen man leben kann!