Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Wer zahlt schafft an … oder auch nicht!

NÖ Von Erwin Stingl

So oder ähnlich könnte man kritischerweise denken, wenn man die sich überstürzenden Meldungen der letzten Wochen, Bawag und ÖGB betreffend, liest und hört.

Führt man diese kritischen Gedanken weiter, müsste man zum Schluss kommen, dass sich da wie dort der eine oder andere an den Geldern von Lohnabhängigen bereichert hat. Da sich das aber niemand dieser Supermanager unterstellen lässt, muss man zwangsweise annehmen, dass es sich hierbei gar nicht um Supermanager handelt.

Managergehälter steigen, Lage der Tiroler ArbeitnehmerInnen ist trist

News "Auf Grund der besseren Konjunktur haben in Österreich im Vorjahr die Gehälter der Manager und Führungskräfte um rund 8,5 Prozent zugelegt, in Tirol liegen sie im österreichischen Vorderfeld", berichtete ORF-Tirol-Online am 31. Mai 2006.

"Das werden die hier beschäftigten Normalsterblichen sicher fein finden und gleich viel lieber buggeln geh´n", meint Josef Stingl, stellvertretender Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) dazu ironisch. "Sie dürfen sich darüber freuen, dass sie österreichweit das niedrigste Lohnniveau haben, nur jede/r Zweite einen Vollzeitarbeitsplatz hat und dafür die höchsten Wohn- und Lebenserhaltungskosten tragen dürfen."

Die Bezüge der SpitzengewerkschafterInnen

Fakten Wie abgehoben die SpitzengewerkschafterInnen von den "gewöhnlichen" Lohnabhängigen, die sie eigentlich vertreten wollen und sollen, agieren, macht nachstehende Aufstellung der Bezüge deutlich (Quelle: news 17/06, http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&n=OEGBZ_2.3.a.a&cid=1079358369655). Der GLB tritt dafür ein, daß Spitzengewerkschafter keine Mehrfachbezüge haben und nicht in gesetzgebenden Körperschaften (Nationalrat, Bundesrat, Landtage) vertreten sind, sondern sich voll auf ihre Gewerkschaftsfunktion konzentrieren. Die dafür üblichen Bezüge von rund 5.500 Euro bedeuten immer noch einen Nettobezug von etwa 3.150 Euro.

GLB verlangt nach den Präsidenten-Worten nun auch Taten

News Die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit geißelte AK-Präsident Fritz Dinkhauser auf der 146. Vollversammlung der Arbeiterkammer Tirol: "Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer: Die einen wissen nicht wohin mit ihrem Reichtum, die anderen wissen nicht, wie sie überleben sollen.

Kranke Kassen?

News Alarmstimmung herrscht in der Tiroler Gebietskrankenkasse. Heuer ist ein Minus von knapp 19 Millionen Euro zu erwarten. Die Generalversammlung der TGKK wird Ende Juni über die Finanzen der Kasse beraten. Obmann Fred Hafner verlangt in diesem Zusammenhang gemäßigte Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge. Auch Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) hält eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge für denkbar.

GLB thematisierte Mitarbeiterbeteiligung

Arbeiterkammer Mit zwei Anträgen thematisierte der GLB bei der 144. Vollversammlung der Wiener Arbeiterkammer am 17. Mai 2006 wichtige aktuelle Fragen: Während der Antrag zum Thema Mitarbeiterbeteiligung zugewiesen wurde, fand der Antrag gegen den Börsegang der Post mehrheitliche Zustimmung und wurde angenommen.

Solidarität mit finnischen PapierarbeiterInnen

Aktionen Lieber Kollege Ahonen,

der Gewerkschaftliche Linksblock im Österreichischen Gewerkschaftsbund wünscht Euch für Euren Arbeitskampf in der finnischen Papierindustrie viel Erfolg !

Während die Konzerne Gewinne erwirtschaften, werden europaweit Arbeitsplätze vernichtet.