Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Am Gängelband privater Eigentümer

Meinung Von Leo Furtlehner

Der frühere Verstaatlichtenminister und ÖIAG-Chef Rudolf Streicher brachte mit den Worten „Unser Katechismus ist das Aktienrecht“ die Privatisierungspolitik der SPÖ in den Jahren 1986 bis 2000 auf den Punkt. Wenn heute Gusenbauer & Co. die Regierung Schüssel kritisieren, wird vielfach vergessen, dass der Großteil der Verstaatlichten schon vor dem Regierungswechsel verkauft wurde.

Panikattacke oder Parteidisziplin im Wahlkampf?

Meinung Von Karin Antlanger

Der Unterschied zwischen Angst und Panikattacke besteht landläufig ausgedrückt im Wesentlichen darin, dass Angst ihren Sinn darin haben kann, jemanden vor Gefahren zu warnen bzw. unüberlegtes Handeln hintan zu halten – während eine Panikattacke als intensive Angst in einer objektiv ungefährlichen Situation auftritt. Aber erklären Sie mal einer Person, die unter Panikattacken leidet, dass bei Gewitter im Gebirge in einer Höhle eh nichts passieren kann bzw. dass die Gefahr, draußen vom Blitz erschlagen zu werden, größer ist.

KonsumentInnen zahlen auf Umweg über Preise für Kreditkarten

News „Die Kritik der EU-Kommission an den überhöhten Kreditkartengebühren verdrängt die Tatsache, dass jene KonsumentInnen, die mit Bargeld, per Bankomat oder auf Rechnung zahlen, auf dem Umweg über die Preise die Gebühren für die KreditkartenzahlerInnen mitzahlen müssen“, kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.

Der ÖGB braucht einen erkennbaren Kurswechsel

News Die simple Meldung „Leitl unterstützt ÖGB“ im ÖGB-Nachrichtendienst sagt mehr als alle Ankündigungen von Präsident Rudolf Hundstorfer über eine geplante Umstrukturierung des Gewerkschaftsbundes als Argument für die Absage des außerordentlichen Bundeskongresses.

Alarmierender Trend zur Privatisierung im Gesundheitswesen

News „Das österreichische Gesundheitswesen ist krank – zumindest wenn es um den wachsenden Druck zur privaten Finanzierung geht“, kritisiert Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Bereits 29,3 Prozent der Gesundheitsausgaben werden privat finanziert. Allein die Selbstbehalte machen bereits eine Milliarde Euro pro Jahr aus. Die Zahl der WahlärztInnen hat sich von 1994 bis 2005 von 3.629 auf 7.312 verdoppelt, während die Zahl der Kassenärzte im selben Zeitraum nur von 8.557 auf 9.307 gestiegen ist. Der Rückersatz der Wahlarztkosten ist aber oft so gering, dass viele PatientInnen die Rechnung erst gar nicht einreichen.

Frauen im Tourismus: Frust und Enttäuschung

Meinung Von Leo Furtlehner

Der Tourismus ist eine Frauenbranche, zwei Drittel der 163.644 Beschäftigten sind weiblich. Und das obwohl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gerade in diesem Wirtschaftszweig oft unmöglich gemacht wird. Dem Interesse am „Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ (AMS-Motto zur Anwerbung von Arbeitskräften aus Ostdeutschland) folgt meist bald Frust und Enttäuschung. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gewerkschaften HGPD und GPA und der AK-Wien.

Aufrüstung und Neoliberalismus – die zwei Pfeiler der EU

Meinung Von Gerald Oberansmayr

Im Frühjahr 2005 fand eine bemerkenswerte Sitzung des EU-Finanzministerrates statt. Dort wurde nämlich vereinbart, dass in Hinkunft Staatsausgaben, die der Herstellung der „Einheit Europas“ dienen, nicht mehr unter die strengen Defizitkriterien des Stabilitätspaktes fallen.

Kein überzeugendes Votum für Börsegang der Post

News Weder Regierung und Vorstand noch Gewerkschaftsführung und Personalvertretung können aus dem Ergebnis ein überzeugendes Votum für die Privatisierung durch den beschlossenen Börsegang von 49 Prozent der Post ableiten, stellt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) zum Ergebnis der vom 4. bis 7. April 2006 stattgefundenen Urabstimmung der Beschäftigten fest.