Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Scharfe Kritik des GLB an IHS-Chef Felderer

News „Beruf verfehlt, nachsitzen“, empfiehlt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) dem IHS-Chef Bernhard Felderer angesichts seiner jüngsten Aussagen zur Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik: „Felderer ist damit ein Beispiel mehr für jene überbezahlten wie offenbar auch überforderten Experten, die im Auftrag von Regierung und Kapital den Lohnabhängigen Tag für Tag einbläuen, dass sie sich einschränken müssten“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.

ÖGB-Reform parteiunabhängig und von unten

News „Was der Nationalrat gestern einstimmig beschloss war weniger ein Gesetz zur Rettung der BAWAG sondern vielmehr ein Gesetz zur Züchtigung des ÖGB“, stellt Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) zur Parlamentsdebatte fest: „Der 8. Mai 2006 wird wohl als ein schwarzer Tag in die Geschichte der österreichischen Gewerkschaften eingehen.“

Zeichen setzen!

Aktionen Wir sind zornig und entsetzt. Die österreichische Gewerkschaftsbewegung ist ins Wanken geraten. Einige SpitzenfunktionärInnen haben unser Vertrauen enttäuscht und großen Schaden angerichtet. Sie haben der Gewerkschaft die schwerste Krise seit ihrer Gründung beschert.
Doch die Gewerkschaftsbewegung muss wieder Boden unter den Füßen gewinnen. Mehr denn je brauchen die Menschen in diesem Land eine starke Interessenvertretung.

Lohn- und Gehaltsabschlüsse

Fakten Eine Übersicht über die jeweils letzten Lohn- und Gehaltsabschlüsse (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Arbeitszeitverkürzung für ÖGB und AK kein Thema mehr?

News Bezeichnend für die Unterordnung unter die Flexi-Politik der Unternehmer nach Meinung der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Aussagen von AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzendem Johann Kalliauer bei der oberösterreichischen AK-Vollversammlung am 3. Mai 2006. Kalliauer tritt richtigerweise für Steigerung der Inlandsnachfrage in Form höherer Masseneinkommen und öffentlicher Investitionen ein, eine Arbeitszeitverkürzung ist für ihn hingegen offenbar kein Thema mehr.

Regierung zelebriert Demütigung des ÖGB in der Causa BAWAG

News Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen: Dieser Eindruck im Zusammenhang mit dem BAWAG-Skandal erschüttert nicht nur das Vertrauen in den Rechtsstaat, sondern verstärkt das Misstrauen in das politische System noch weiter: „Während jeder kleine Ladendieb vor Gericht kommt, spazieren millionenschwer abgefertigte Penthouse-Manager wie Flöttl, Elsner oder Zwettler weiterhin frei herum“, kritisiert Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Casino-Kapitalismus

Meinung Josef Stingl (Gewerkschaftlicher Linksblock) spricht linken Klartext zum ÖGB/SPÖ-Machtsystem.

Echo: Wie konnte es Ihrer Meinung nach zu dem BAWAG-Skandal kommen beziehungsweise wo nahm die Misere ihren Anfang?

Josef Stingl: Entscheidungen ohne Transparenz und nötiger Kontrolle führen meist in den Skandal. Bei der BAWAG lag das Problem darin, dass die führenden Spitzen von BAWAG und ÖGB „vergessen“ haben, warum die Bank der ArbeiterInnen geschaffen wurde. Statt gegenzusteuern und Bankgeschäfte für Arbeitsplätze, Lohn- und Gehaltskonten ohne Gebühren und für die Interessen der in Österreich arbeitenden Bevölkerung in die Firmenphilosophie fließen zu lassen, ließ man sich wie alle kapitalistischen Banken auf risikoreiches Spekulantentum, das Arbeitsplätze vernichtet, ein.

ÖGB hat Autonomie in der Karibik verspielt

News „Am Vormittag des 1. Mai hat ÖGB-Präsident Hundstorfer auf der Tribüne noch starke Worte gefunden, am Abend des selben Tages hat er dann im Bundeskanzleramt der Offenlegung des ÖGB-Streikfonds gegenüber der Nationalbank zugestimmt. Das zeigt, wie schwer der Schaden ist, den der Bawag-Skandal der österreichischen Gewerkschaftsbewegung zugefügt hat. Es geht so weit, dass man nicht einmal mehr von einer Autonomie des ÖGB gegenüber dem Staat reden kann.“