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GLB-Bundeskonferenz zu ÖGB-Reform und Forderungen an Regierung

News Deutliche Vorstellungen zur Reform des ÖGB und Forderungen an die künftige Bundesregierung standen im Mittelpunkt der Diskussion bei der diesjährigen Bundeskonferenz der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), die am 21. Oktober 2006 im Haus der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen in Wien-Margareten stattfand.

Dampfablassen und Beschwichtigungstherapie

Meinung Viele machen sich jetzt Sorgen um den ÖGB. So wurde jetzt eine neue „Initiative zur Verteidigung der Gewerkschaftsbewegung“ vorgestellt, welcher Personen wie Herbert Krejci, ehemaliger Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Heinz Kienzl, ehemaliger Nationalbankchef und der aus der Versenkung aufgetauchte Ex-Bundeskanzler Fred Sinowatz angehören. Diese Leute begründen ihre Initiative damit, dass sie von der Gewerkschaft nichts brauchen und nichts wollen. Das stimmt natürlich nicht, was sie wollen, das sind Gewerkschaften als angepasste Sozialpartner.

Für eine unabhängige und offensive Gewerkschaftspolitik

Meinung Zwei wichtige Ereignisse stehen im Mittelpunkt dieser Bundeskonferenz: Das Desaster und der Reformprozess des ÖGB in Hinblick auf den Kongress im Jänner 2007 und der nach der Nationalratswahl vom 1. Oktober anstehende Regierungswechsel und die laufenden Koalitionsverhandlungen.

GLB-Forderungen an die neue Regierung

Positionen Das Ergebnis der Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006 bedeutet keine grundlegende Veränderung für die österreichische Politik, auch wenn die konservative ÖVP als bisher stärkste Partei von der SPÖ mit ihrem LIF-Anhängsel verdrängt wurde.

Eckpunkte für einen neuen ÖGB

Positionen Nach dem BAWAG-Skandal dürfen die hochbezahlten ÖGB-Spitzen nicht weitertun, als ob nichts geschehen wäre. Die Gewerkschaftsbewegung muss wieder Boden unter den Füßen gewinnen. Mehr denn je brauchen die Menschen in diesem Land eine starke Interessenvertretung. Wir wollen, dass der ÖGB wieder an Vertrauen bei Mitgliedern und in der Öffentlichkeit gewinnt. Dazu sind radikale Änderungen nötig. Daher fordern wir, dass die ÖGB-Spitzen für Gewerkschaftsmitglieder und künftige Mitglieder konkrete, sichtbare Zeichen setzen.

Bericht über den Gewerkschaftlichen Ratschlag

News Leider versammelten sich am 21. Oktober im Volkshaus Ferdinand-Markl-Straße mit gut zwanzig Personen etwa nur halb so viel als ursprünglich erwartet. Einerseits gab es unglücklicherweise eine Terminkollision mit der Bundeskonferenz des GLB, sodass aus diesem Bereich niemand gekommen war. Andererseits gab es in letzter Zeit einige Termine im gewerkschaftlichen Bereich, sodass offenbar weniger als erwartet bereit waren, einen ganzen Nachmittag eines Wochenendes zu opfern.

Rationalisierung und Privatisierung auf Kosten der Postbediensteten

News Als Bestätigung dafür, dass die Politik des Vorstandes mit Rückendeckung durch die Regierung voll auf Kosten der Beschäftigten der Post AG sowie der Infrastruktur erfolgt, bewertet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Aussagen von GD Anton Wais: „Der Generaldirektor hat leicht lachen. Während die Post im Ausland expandiert, werden in Österreich Arbeitsplätze am laufenden Band vernichtet und der Arbeitsdruck für die Beschäftigten ständig größer“, so GLB-Postsprecher Robert Hobek.

Diebstahl als Vorwand

Meinung Von Thomas Rammerstorfer

Nach fast acht Jahren Tätigkeit im Pflegebereich kann einen nicht mehr allzu viel überraschen. Als am 3. Juli eine meiner BewohnerInnen behauptete, ich hätte ihr Geld gestohlen, nahm ich die Angelegenheit eher belustigt zur Kenntnis – derlei Anschuldigungen sind keine Seltenheit in der Altenpflege.