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Den "Post-Gipfel" erklommen...

Tirol Erwartungsgemäß wurden jetzt weitere 52 Postämter zur Schließung angemeldet. In Tirol sind davon die Gemeinden Weißenbach a. Lech, Ehrwald, Kramsach sowie Ötz, Axams und Kartitisch betroffen. Das ist jedoch nur ein Teil jener 300 Ämter, die wahrscheinlich noch heuer in sogenannte „Post-Partner“ umgewandelt werden sollen...

GLB unterstützt Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl

Tirol Stingl: „Die Forderung nach Einführung einer gesetzlichen Widerspruchsfrist bei einvernehmlicher Arbeitsverhältnis-Lösungen ist berechtigt“

AK-Präsident Erwin Zangerl erinnerte an die bereits seit längerem bestehende Forderung nach einer gesetzlichen Widerspruchsfrist bei einvernehmlicher Beendigung von Arbeitsverhältnissen angesichts des Schlecker-Skandals, bei dem eine Angestellte durch ihre Vorgesetzte – zugleich Betriebsrätin – offenbar unter Freiheitsberaubung gezwungen wurde, die „einvernehmliche“ Auflösung ihres Dienstverhältnisses zu unterschreiben.

Freiheitsberaubung und Nötigung für einvernehmliche Kündigung

Tirol Von Josef Stingl, GLB-Sprecher Tirol

Februar, „hoher Besuch“ in einer Tiroler Schlecker-Filiale: Der Bezirksleiterin missfällt, dass die Filialleiterin ein Cola getrunken hat und dieses erst am nächsten Tag kassiert wurde. Dass sich Schlecker-Angestellte nicht selbst kassieren dürfen und die Filialleiterin zum Zeitpunkt des Konsums des Getränks – wie so oft – alleine in der Filiale Dienst hatte, lässt die Schlecker-Bezirkschefin nicht gelten: Dann hätte sie eben den ganzen Tag dursten müssen!

Das AUS vom BBT ein AUS von 26.000 Arbeitsplätzen?

Tirol Laut dem stellvertretenden Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Tirol und Chef von Alpine Bau in Tirol und Vorarlberg, Wolfgang Eichinger, hängen an jeder Investitionsmillion beim Brenner-Basistunnel (BBT) 12 bis 13 Vollarbeitsplätze, Zulieferer und nachgeordnete Auftragsnehmer eingerechnet, würde ein BBT-Aus bis zu 26.000 Tiroler Jobs kosten. „Verlogener geht’s wohl nimmer“, kommentiert Josef Stingl, Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock in der vida (GLBvida) diese Aussage, „denn, diese Milchmädchenrechnung geht hint` und vorne nicht auf!“

Swarovski–Wattens: Das Arbeitsplatzvernichtungs-Gespenst ist wieder unterwegs

Tirol Stingl: „Wer ständig mit der linke Backe stillhält, braucht sich nicht zu wundern, wenn´s irgendwann auch auf der Rechten ordentlich schallt!“

Nach den 900 Kündigungen 2008 und den 600 Kündigungen 2009 sollen bis 2014 jährlich weitere 200 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. „Erschreckend die Reaktionen auf die Kündigungs-Salamitaktik“, erklärt der Tiroler Gewerkschaftliche Linksblock (GLB)-Sprecher Josef Stingl: „Kein empörter Aufschrei – Widerstand ein Fremdwort!“

Sieben auf einen Streich...

Tirol Von Josef Stingl, BR Lamerer Stuben Innsbruck, Vorsitzender GLBvida

Erster Streich: Eine PSK-Dienstleistung notwendig? Kein Problem auf jedem Postamt möglich!

Da die PSK an die BAWAG, und die wiederum an CERBERUS, den „US-Höllenhund" regelrecht verscherbelt wurde, besteht damit ein bis 2012 gültiger "Kooperationsvertrag". CERBERUS zahlt der Post dafür jährlich knapp über 90 Mio. Euro. - Und dieser Betrag ist der Post laut Presseberichten zu wenig („Neue Presse“/4. Mai 2010)

Österreichische Post: Der Staat macht Kohle?!

Tirol Von Josef Stingl

Dies musste natürlich geändert werden! Privatisierungs-Ramba-Zamba war für die rot-schwarzen Regierungsspezialisten Pflicht: Also wurde die Telekom in gewohnt lockerer Manier von der Post abgezwackt und... privatisiert.

Es dauerte nicht lange, und die PSK wurde an die BAWAG verschleudert und diese im Zuge des „Elsner-Skandals“ wiederum an den amerikanischen Cerberus.

AUA – das tut weh

Tirol Von Josef Stingl

Vor einem halben Jahr fiel die 1957 ursprünglich voll im Staatsbesitz gegründete AUA dem neoliberalen Privatisierungswahn hundertprozentig zum Opfer.

Kurz zur Erinnerung: 1988 erfolgte unter rotschwarz ein erster Börsegang mit 25 Prozent. In der Folge stieg der Streubesitz auf 48,02 Prozent. Die 42,75 Prozent Staatsbesitz wurden mit einem 500-Millionen-Euro-Boni „zur Schuldenabdeckung“ im Vorjahr der Lufthansa „geschenkt“.