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2. vida Gewerkschaftstag

Vida Von Franz Grün

Überschattet wurde der 2. vida Gewerkschaftstag vom von der rotschwarzen Regierung geschnürten Belastungspaket welches vor allem den Familien eine unzumutbare Bürde auferlegt. Da helfen auch nicht die eiligen Beteuerungen des Sozialministers der eine gleichmäßige Belastung aller sehen will. Am Eröffnungstag sorgte der Kabarettist I. Stangl mit seinem bissigen und sehr realitätsnahen Programm für Heiterkeitsausbrüchen im Saal des Austria Centers aber auch für ernste und betretene Gesichter in der ersten Reihe.

vida-Gewerkschaftstag: Hundstorfer-Kritik von allen Seiten

Vida Der 2. Gewerkschaftstag der vida wird vom familien- und arbeitnehmerInnenfeindlichen Belastungspaket der rotschwarzen Bundesregierung überschattet. Dementsprechend konnte sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer nach seinem Gastreferat von den Delegierten seine Schelte abholen.

Der Vorsitzende des GLBvida, Josef Stingl, eröffnete den Reigen der KritikerInnen. Er meinte die sozialdemokratischen Vorgänger Hanusch, Dallinger oder Hesoun hätten noch gesellschaftspolitische Visionen gehabt, bei dem derzeitigen Sozialminister gäbe es nur mehr die Vision des Rechenstifts.

Peter Scherz: Metaller-Lohnabschluß ist völlig unzureichend

PRO-GE Magna-Steyr-Betriebsrat Peter Scherz hat als GLB-Vertreter im Verhandlungskomitee dem neuen Metaller-Lohnabschluß nicht zugestimmt. Seine Bewertung des Ergebnisses hebt sich stark von den positiven Meldungen über das Ergebnis ab, die in den letzten Tagen durch die Gewerkschaftsspitze und auch durch die Unternehmerseite verlautbart wurden.

35 Euro sind nicht genug

Vida Die von den Verhandlungspartnern der vida und der ÖBB-Konzernvertretung abgeschlossenen Gehaltsverhandlungen können aus Sicht des GLB in der vida nur als unzureichend bezeichnet werden. Zwar ist man mit dem Abschluss eines Fixbetrages einer langjährigen Forderung des Gewerkschaftlichen Linksblock nachgekommen, um die Einkommensschere nicht weiter auseinanderdriften zu lassen, der Fixbetrag in seiner Höhe stellt an sich keine Befriedigung dar.

Weltmeister im Dampfablassen

GPF „Kein Gewerkschafter drohte in den vergangenen Jahren so oft mit Streik wie Postgewerkschaftschef Gerhard Fritz. Nun tritt er ab“ kommentierte höhnisch die großbürgerliche „Presse“.

„Ob es nun um den Ersatz von unrentablen Postämtern durch Post-Partner, Personalkürzungen oder den Post-Börsegang ging: Fritz drohte sofort mit Streiks. Dass es schlussendlich meist beim Säbelrasseln blieb, wird von Weggefährten und Verhandlungsgegnern als „taktische Schachzüge“ und dem „Bedienen von Klischees“ gewertet“ so das Sprachrohr des Kapitals.

Ständige Verunsicherung

GPF Neben Lohndumping und Sozialabbau, ständiger Rationalisierung und der Drohung, Arbeitsplätze zu vernichten gehört die permanente Umstrukturierung als ständige und gezielte Verunsicherung seit Jahren zum Standardrezept der Unternehmen. „Die Arbeit“ sprach darüber mit Robert Hobek, Personalvertreter bei der Post AG und GLB-Arbeiterkammerrat in Wien:

Drittbester Winter und zufriedenstellender KV-Abschluss?

Vida Rückwirkend für den 1. Mai 2010 wurde „nach zähen und langen Verhandlungen“ (vida - O-Ton) am 4. Mai der KV-Abschluss für die Hotellerie und Gastronomie erzielt.

„Ab Mai 2011 gilt Mindestlohn von 1.000 Euro netto. (…) Die Kollektivvertragsgehälter für die rund 25.000 Angestellten werden für den 1. Mai 2010 um 1,65 Prozent und ab 1. Mai 2011 um 2,05 Prozent erhöht. Außerdem konnte eine bundesweite Angleichung der Lehrlingsentschädigungen und eine Anhebung der Bekleidungspauschale auf 34,50 Euro erzielt werden. (…) Wir konnten in schwierigen Verhandlungen für die Beschäftigen in der Hotellerie und Gastronomie einen zufriedenstellenden Abschluss erzielen “, so dazu die Gewerkschaft vida in ihrer Aussendung.

Hugo Portisch: Wie zur Zeit des Kalten Krieges

Gewerkschaften Von Karin Antlanger, GLB-Bundesvorsitzende

Der Oberlehrer der österreichischen Fernseh-Nation verfehlte beim Festakt zum 65. Jahrestag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes das Thema: Wird er senil oder war er schon immer so daneben? Vermutlich Letzteres.