Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Wie der Schein trügt…

PRO-GE Am 6. November 2008 wurden die KV-Verhandlungen der Metallindustrie abgeschlossen. Mit einer Erhöhung der KV- wie der Ist-Löhne in den unteren Beschäftigungsgruppen (BG) A bis C um 3,9 Prozent, ab der BG D um 3,8 Prozent ist der Abschluss alles andere als berauschend. Von einem Nachholen des Kaufkraftverlustes der letzten Jahre durch zu geringe Abschlüsse kann dabei keine Rede sein.

Bescheidener Lohnabschluss

PRO-GE Vier Verhandlungsrunden waren notwendig, bis sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Mindest- und Ist-Löhne für 2009 einigen konnten. So sollen die unteren Einkommensschichten (bis rund 1.500 Euro brutto) um 3,9 Prozent mehr, alle anderen eine 3,8-prozentige Lohnerhöhung bekommen. Hinzu soll eine nach dem Betriebseinkommen (Ebit) gestaffelte Einmalzahlung zwischen 100 und 250 Euro kommen, die auch an Lehrlinge ausgezahlt werden soll.

Herbstlohnrunde

PRO-GE Von Peter Scherz (GMTN), BR Magna Graz, AK-Rat Steiermark

Ende September beginnen die Verhandlungen zur Herbstlohnrunde. Aufgrund der jüngsten Preisentwicklungen und der wirtschaftlichen Probleme findet die Herbstlohnrunde unter verschärften Bedingungen statt.

Der Sturm im Wasserglas oder die Kraft der Steine

GPA-DJP Durchaus positiv war eine Anfang Juni durchgeführte Aktionswoche der GPA-DJP zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld um mit dem Irrtum aufzuräumen, es gäbe darauf einen gesetzlichen Anspruch. Denn beides sichert nur der Kollektivvertrag, den die Gewerkschaften mit den Unternehmern verhandeln.

So war auch eines der Ziele dieser Aktionswoche, Mitglieder für die GPA-DJP zu gewinnen, denn starke Gewerkschaften sind die beste Garantie, damit wir auch weiter in den Genuss des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes zu kommen. Dieses wird zwar – nicht zuletzt aufgrund der „maßvollen Lohnabschlüsse“, für die sich WKÖ-Präsident Leitl vor einigen Jahren bei der Konstituierung der Vollversammlung der Wiener AK unter Applaus etlicher KammerrätInnen der großen Fraktionen bedankt hat – immer öfter zum Abdecken des Kontos verwendet, aber das ist eine eigene Geschichte…

Sicherheit und mehr

Vida Von Werner Beier, Betriebsrat ÖBB, Stv. Vorsitzender GLBvida und Stv. GLB-Bundesvorsitzender

Das ist alarmierend: Fehlende Fahrzeitenaufzeichnung im Österreichischen Bahnverkehr gefährdet einerseits die Sicherheit und öffnet der Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen Tür und Tor! Was im Straßenverkehr vorgeschriebene Norm, wird vom Fachverband Schienenverkehr in der Bundeswirtschaftskammer vehement abgelehnt. Fernab jeder Realität wird von ohnehin geplanten „Linienverkehren“ gesprochen und mit der daher völlig ausreichenden persönlichen Fahrzeitenaufzeichnung durch die FahrzeugführerInnen argumentiert.

Verträge sind einzuhalten!

Vida Von Rudolf Pichler

Das hört man immer wieder, wenn es um Verträge von ÖBB-Spitzenmanagern geht. Erinnern wir uns zurück: Vorm Walde wurde sein Abschied von den ÖBB mit Euro 1,2 Millionen und seinem Nachfolger Huber sein noch nicht ganzer Abschied (Konsulent) mit mehr als EUR 800.000,- versüßt. Mit der oben genannten Begründung, Verträge sind einzuhalten.

Ausverkauf, Blendgranaten, Frust und Widerstand

Vida Von Werner Beier

Glasklar: Diese Regierung bereitet den Verkauf des noch in öffentlichem Eigentum stehenden Unternehmensbesitzes vor. Konkret geht es um die Bundesimmobilien, ÖBB Rail-Cargo und über die von der ÖIAG gehaltenen Anteile bei Verbund, Post, OMV, Telekom sowie die 39,8 Prozent der AUA, auf die sich gerade medial „eingeschossen“ wird.

Das Karussell dreht sich

Vida Von Franz Grün

Bahn, Post und Telekom sind die bekanntesten Spielwiesen für Privatisierungsgelüste neoliberaler bekannter und weniger bekannter Politiker verschiedenster Couleurs. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre startet die neoliberale Politik und wird, teilweise durch die Medien unterstützt, gesellschaftsfähig gemacht.