Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Ein Postfuchs, ganz auf schlau…

GPF Keine Mördergrube aus seinem Herzen macht Postgewerkschaftschef Gerhard Fritz im „Presse“-Interview. Wie selten wird dabei das (zumindest indirekte) Zusammenspiel einer sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaftsspitze mit Management und Politik deutlich.

Gegen die Zerstörung der Post!

GPF „Die Post bringt allen was“ – so der Werbespruch der Post AG. Was die Post bringt, ist aber sehr unterschiedlich.
- Für die Beschäftigten: Arbeitsplatzabbau von 35.493 (1999) auf 25.764 (2007) und minus weitere 9.000 bis 2015, wachsender Leistungsdruck durch mit Lohndumping arbeitende Billigkonkurrenz privater Postdienste.
- Für die Allgemeinheit: Reduzierung der Postämter von 2.468 (2000) auf 1.311 (2007) und minus weitere 1.000 bis 2015.
- Hingegen für die AktionärInnen: Gewinnsteigerung von 28 (2003) auf 163 Millionen Euro (2007) und Erhöhung der Dividende von 0,51 (2003) auf 1,40 Euro pro Aktie (2007).

Ein bissl was geht noch!

PRO-GE Von Peter Scherz, GLB-Betriebsrat bei Magna-Steyr in Graz und GLB-Arbeiterkammerrat Steiermark

Über den Abschluss bei den Lohnverhandlungen für die Metallbranche brauchen wir uns nicht zu freuen. Fair wären meiner Meinung nach fünf Prozent gewesen. Doch die Unternehmerseite setzte absichtlich auf Verzögerungstaktik. Die täglich neu über uns hereinprasselnden Hiobsbotschaften der sich anbahnenden Wirtschaftskrise sollten uns zermürben.

Wischiwaschi und Gemauschel

Vida Von Werner Beier, Betriebsrat ÖBB, Stv. Vorsitzender GLB-VIDA und Stv. GLB-Bundesvorsitzender

Wenn der beschämend niedrige Lohnabschluß der Metaller von 3,8 bzw. 3,9 Prozent für 2009 allgemein als vertretbar gehandelt wird, bedeutet das gerade für die ArbeitnehmerInnen unter dem Dach der Gewerkschaft VIDA nichts Gutes. Bekanntlich und „traditionell“ legen die Metaller mit ihren Ergebnissen die obere Latte der erreichbaren Abschlüsse aller Branchen bei der Herbstlohnrunde und hier kann realistisch höchstens von einer Nulllohnrunde gesprochen werden.

Wie der Schein trügt…

PRO-GE Am 6. November 2008 wurden die KV-Verhandlungen der Metallindustrie abgeschlossen. Mit einer Erhöhung der KV- wie der Ist-Löhne in den unteren Beschäftigungsgruppen (BG) A bis C um 3,9 Prozent, ab der BG D um 3,8 Prozent ist der Abschluss alles andere als berauschend. Von einem Nachholen des Kaufkraftverlustes der letzten Jahre durch zu geringe Abschlüsse kann dabei keine Rede sein.

Bescheidener Lohnabschluss

PRO-GE Vier Verhandlungsrunden waren notwendig, bis sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Mindest- und Ist-Löhne für 2009 einigen konnten. So sollen die unteren Einkommensschichten (bis rund 1.500 Euro brutto) um 3,9 Prozent mehr, alle anderen eine 3,8-prozentige Lohnerhöhung bekommen. Hinzu soll eine nach dem Betriebseinkommen (Ebit) gestaffelte Einmalzahlung zwischen 100 und 250 Euro kommen, die auch an Lehrlinge ausgezahlt werden soll.

Herbstlohnrunde

PRO-GE Von Peter Scherz (GMTN), BR Magna Graz, AK-Rat Steiermark

Ende September beginnen die Verhandlungen zur Herbstlohnrunde. Aufgrund der jüngsten Preisentwicklungen und der wirtschaftlichen Probleme findet die Herbstlohnrunde unter verschärften Bedingungen statt.

Der Sturm im Wasserglas oder die Kraft der Steine

GPA-DJP Durchaus positiv war eine Anfang Juni durchgeführte Aktionswoche der GPA-DJP zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld um mit dem Irrtum aufzuräumen, es gäbe darauf einen gesetzlichen Anspruch. Denn beides sichert nur der Kollektivvertrag, den die Gewerkschaften mit den Unternehmern verhandeln.

So war auch eines der Ziele dieser Aktionswoche, Mitglieder für die GPA-DJP zu gewinnen, denn starke Gewerkschaften sind die beste Garantie, damit wir auch weiter in den Genuss des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes zu kommen. Dieses wird zwar – nicht zuletzt aufgrund der „maßvollen Lohnabschlüsse“, für die sich WKÖ-Präsident Leitl vor einigen Jahren bei der Konstituierung der Vollversammlung der Wiener AK unter Applaus etlicher KammerrätInnen der großen Fraktionen bedankt hat – immer öfter zum Abdecken des Kontos verwendet, aber das ist eine eigene Geschichte…